Leserbrief zu „Kehraus für braunen Gedankenmüll“

Folgender Leserbrief von Brigitte Wiesemann ging am 8.10. bei uns ein:

Ich beteiligte mich am 3.10.07 auf der Polsumer Str. an der Demonstration dagegen, dass die Nazi’s ein zweites mal durch Buer marschieren durften.

Natürlich war sehr viel Polizei anwesend. Wir haben gegen die Faschisten aufgerufen und Lieder gesungen. („Ihr könnt nach Hause gehen, ihr könnt nach Hause gehen....“)

Alle verhielten sich absolut friedlich.

Aber unmerklich rückte die Polizei auf uns zu. Zur Polsumer Str. hin standen plötzlich Mann an Mann (+ Frau) quer, 2 Staffeln waren aufmarschiert und 10 (zehn) Mann-schaftswagen sperrten die Straße ab. Zur Marler Str. hin wurden gegen uns Straßensperren aufgestellt, ebenfalls standen  Mann neben Mann (+ Frau) quer zur Straße und viele Mannschaftswagen und versperrten uns die Sicht auf das Geschehen..

Ich fühlte mich plötzlich hautnah bedroht und war entsetzt darüber. Mir wurde übel. Ich war plötzlich der Feind!

Hat die Polizei etwa hier ihren Auftrag missverstanden? Wir haben die Demokratie verteidigt! Aber wir wurden eingekesselt.

Die Nazi’s konnten unbehelligt marschieren. Ihre Parolenskandieren, ihre Kundgebungen abhalten und die Fäuste schwingen. Dies sah ich am Samstag, denn am Mittwoch wurde mir die Sicht versperrt.

Hier wurde plötzlich die politische Welt umgedreht???

Als die Nazi’s längst am Bhf. Buer waren, wurden wir auch wieder „frei gegeben“.

Ich protestiere aufs schärfste gegen dieses Vorgehen der Polizei. Sollen die nicht eigentlich mich schützen?

Brigitte Wiesemann


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