Leserbrief zur Richtigstellung an WAZ

In Bezug auf Ihren Artikel am 1.10.07 im Lokalteil Gelsenkirchen möchte ich Ihre Berichterstattung berichtigen. Sie schreiben: “Überall schlägt Ihnen verbaler Widerstand entgegen: Schon am Startpunkt rufen die Falken von schräg gegenüber “Nazis raus” und konstatieren: “Wenn es nach der Gelsenkirchener Bevölkerung geht, dürftet ihr keinen Fußbreit hier marschieren.”

Diesen Widerstand hat es tatsächlich und erfreulicherweise gegeben. Allerdings waren es nicht die Falken, die ihn organisierten, sondern eine Delegation der Aktionseinheit von AUF Gelsenkirchen,  Frauenverband Courage, Jugendverband REBELL, Montagsdemonstration und der MLPD, die hier den Faschisten die Stirn boten. Viele vor allem jugendliche Teilnehmer von der Antifa und türkische Kollegen hatten sich angeschlossen. Am offenen Mikrofon nahmen sie Stellung. Die Falken, die ebenfalls zum mitmachen eingeladen worden waren, blieben leider an ihrem Kundgebungsplatz weiter oben in Hassel.  Den Oberbürgermeister, der laut WAZ ja mit vorne dran stand beim Protest, haben wir nicht gesehen! Er hat wohl die sichere Entfernung vorgezogen. Ich würde erstens von ihm erwarten, so er sich “vorne dran stellen will”, dass er für das Verbot des Aufmarsches politisch eintritt.  Und zweitens, dass er sich für eine breite Zusammenarbeit gegen die Faschisten öffnet, die kämpferische Kräfte wie unsere Aktionseinheit einschließt.

Mit freundlichen Grüssen

Martina Reichmann

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