23.1. - Montagsdemo hat wachsende Bedeutung für die Zukunft

Weder glaubwürdig noch von Nutzen sind Rettungsschirme und Konjunkturpakete für die Bevölke­rung. Wie andere Umfragen bestätigte das auch die Diskussion am offenen Mikrofon der 226. Mon­tagsdemo. "In den Kommunen ist ja noch nicht einmal das Geld für den Eigenanteil da, um finanzi­elle Hilfen z.B. für Schulen in Anspruch nehmen zu können," weiß Monika-Gärtner Engel als Stadträ­tin von AUF Gelsenkirchen aus Erfahrung.

Und was ist von Milliardenzuschüssen für Konjunk­tur und Arbeitsplätze zu halten, wenn mit der Schließung der Zeche Lippe Tausende Arbeitsplätze geopfert wurden, ohne einen Cent für die Rettung einzusetzen?

Die Profiteure der Konjunkturprogramme sind letztlich Großunternehmen, Großbanken, Baukonzerne - aus der Bevölkerung werden diese Milliarden heraus geholt! Um so nötiger ist es, heute die Zu­kunft in die eigene Hand zu nehmen, sich zu organisieren und diesen Programmen entgegenzutre­ten.

Die Montagdemo als gewachsene und ungebrochene Kraft hat für die Zukunft größte Bedeu­tung. Wenn in den harten zu erwartenden zukünftigen Kämpfen  zum Beispiel bei  Betriebsschlie­ßungen Tausende  für ihre Zukunft kämpfen, ist die bundesweite Bürgerbewegung mit über vier­jähriger Erfahrung, Widerstandskraft und Solidarität ein nicht zu unterschätzender Faktor.

 

Eine weitere Debatte entspann sich um die Mindestlöhne. Wer verbreitet, dass mit 7,50 Euro die Ausbeutung abgeschafft wird, sollte sich zu Scholz den Namen Münchhausen anhängen. Die schö­nen Reden des Arbeitsministers hielten den Argumenten der Redner am offenen Mikrofon nicht stand.  "Wenn ein Arbeiter durchschnittlich 250.000 Euro im Jahr erarbeitet, seine Lohnkosten bei 8 Prozent liegen, der Unternehmer sich den Rest aneignet, also gute 200.000 im Säckel des Unter­nehmers landen, dann soll nicht von Ausbeutung die Rede sein?" , führte Stefan Engel von der MLPD aus. Redner rechneten durch, was bei 7,50 Euro im Monat rumkommt, und forderten einen Mindestlohn von 10 Euro für ein menschenwürdiges Leben.

 

Am 26.Januar 2009 ab 18.00 Uhr beginnt die Kundgebung der 227. Montagsdemons­tration in Gelsenkirchen auf dem Platz der Montagsdemo, ehemals Preuteplatz. Gemein­sam demonstrieren wir im Anschluss durch die City.

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Berichterstattung,

Martina Reichmann

i.A. der Bürgerbewegung 

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