26.01. -Montagsdemo protestiert gegen Vorgehen der Berliner Polizei

Auf der 277. Montagsdemo in Gelsenkirchen erhitzte bei eisiger Kälte ein heißes Thema die Gemüter. Aufgebracht berichteten Kinder und Jugendliche vom Jugendverband REBELL und seiner Kinderorganisation, den Rotfüchsen, über ihre jüngsten Erfahrungen in Berlin.
Gründlich hatten sie sich im Rahmen der Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Aktivitäten auf eine spannende Stadtrallye vorbereitet, doch als es losgehen sollte, wurden sie von der massiv Polizei behindert.

Die Gelsenkirchener Montagsdemonstranten beschlossen nach einer Diskussion am offenen Mikrofon einstimmig folgende Protestresolution:

"Sehr geehrter Herr Polizeipräsident! Wir Teilnehmer der 277. Gelsenkirchener Montagsdemo protestieren gegen das Vorgehen der Berliner Polizei am 09.01.2010 gegen die Stadtrallye. Die Rallye war organisiert vom Jugendverband REBELL und Rotfüchsen, die sich über den Kapp-Putsch 1920 informieren wollten. Eine Woche zuvor wurde auf telefonische Nachfrage bei der LKA-Versammlungsbehörde noch bestätigt, dass eine Stadtrallye keine Versammlung ist und somit auch nicht angemeldet werden muss. Wir finden es einen Skandal, dass eine Bildungsveranstaltung für Jugendliche und Kinder unterdrückt und für genehmigungspflichtig erklärt wird."

Wir werden - Alt und Jung gemeinsam - entschlossen für unsere demokratischen Rechte kämpfen und es nicht stehen lassen, dass politisches Interesse und Engagement der Jugend der Zensur und polizeilichen Willkür unterworfen werden soll.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Martina Reichmann

im Auftrag der Bürgerbewegung Montagsdemonstration

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