2.3.07 - Pressemitteilung der Gelsenkirchener Bürgerbewegung Montagsdemonstration

Lila Tulpen für die Montagsdemo

Die bekam die 130. Montagsdemonstration von einem Blumenhändler geschenkt – als ein Zeichen des Zuspruchs und der Unterstützung. Auch sonst spendeten auffallend viele Anwohner und Passanten. Auf die finanzielle Unabhängigkeit sind wir stolz, sie ist ein wichtiger Trumpf für unsere Selbständigkeit!

Auf der Kundgebung mit gut 100 Teilnehmern berichtete die gewählte Gelsenkirchener Delegation begeistert vom bundesweiten Treffen der Montagsdemonstrationen am 24.2.07. Dort waren 67 Montagsdemonstrationen repräsentiert - 15 mehr als im letzen Jahr. Das ist ein Zeichen für die gewachsene Festigkeit und Einheit dieser Bewegung. Hervorgehoben wurden die positiven Erfahrungen mit der gegenseitigen Solidarität und Rückenstärkung, der Zusammenhalt und gemeinsame Kampf von Arbeitern und Arbeitslosen, die vielfältige Solidarität im gemeinsamen Kampf gegen Schikanen und Unterdrückung durch Polizei und Behörden, denn: “Wir lassen uns das Recht auf das offene Mikrofon nicht nehmen". Die Initiative für einen 4. Sternmarsch gegen die Regierung am 13. Oktober 2007" in Berlin wurde von den Teilnehmern freudig aufgenommen bekräftigt mit “Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin”.

Die  Schikanen  der Regierung gegen Hartz-IV-Empfänger gehen weiter. Empörung gab es für die Vorschläge des Bundeswirtschaftsminister Glos für eine “Pflicht zur Arbeit”. Das ist doch Hohn und Unverschämtheit für alle, die ihr Leben mit Arbeit finanzieren wollen und nicht können, weil es für sie keine Arbeit gibt! Diese Menschenverachtung drückt sich auch zunehmend in der Behandlung von Arbeitslosen aus. So gibt es inzwischen schon Lehrkräfte in 1-Euro-Jobs! So bekommen jetzt schon Hartz-IV-Empfänger Verpflegungsgutscheine ausgestellt statt Bargeld. Damit sie nicht in Saus und Braus leben, bei satten 345 Euro im Monat?

Der  WASG wurde von den Teilnehmern  Unterstützung und Solidarität zugesagt, denn sie sind der Meinung, dass  Zwangsumzüge in Gelsenkirchen nicht zum Tabu-Thema gemacht werden dürfen. Wer Aufklärung mitsamt der Verantwortung des OB fordert, kann nicht einfach mit einem Strafverfahren überzogen werden. Die Montagsdemonstranten fragen sich, warum denn der Oberbürgermeister Baranowski unsere Einladung nicht angenommen hat, auf der Montagsdemonstration darüber reden? Diese Chance zur sachlichen Auseinandersetzung hätten wir uns gewünscht!

Die nächste  131. Montagsdemonstration am 5.3.07  beginnt um 18.00 Uhr. Der Treffpunkt wie immer Platz der Montagsdemo, ehemals Preuteplatz

Mit freundlichen Grüßen

Martina Twalib

 

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