Gelsenkirchener Montagsdemo demonstrierte am 7. Juli unüberhörbar für einen sofortigen Hungerzuschlag

Rund 100 Teilnehmer der 198. Montagsdemonstration beteiligten sich in Gelsenkirchen mit lauter Stimme, Feuer im Herzen, leidenschaftlichen Beiträgen am offenen Mikrofon und solidarisch in Wort und Tat am Aktionstag der Montagsdemos für einen Hungerzuschlag.

Dieser Tag war in fast 90 Städten Deutschlands durchgeführt worden, um ein Zeichen zu setzen, dass es nicht länger hingenommen werden kann, dass Hartz IV Empfänger sich in einem solch reichen Land wie unserem nicht ausreichend und gesund ernähren können. Die Forderung nach  sofortiger Zahlung von zusätzlich 50,00 Euro ist notwendig, um bei der Teuerungsrate überhaupt noch über die Runden zu kommen. Trotzdem machten viele Redner klar, dass natürlich Hartz IV als Ganzes weg muss und wir so lange jeden Montag auf die Straße gehen, bis dieses Ziel erreicht ist. Kollegen aus der Automobilindustrie berichteten, dass sie tig fänden, für einen Lohnnachschlag zu kämpfen, da eine Familie bei den gestiegenen Preisen und den gesunkenen Löhnen nicht mehr zu ernähren sei. Ein Montagsdemonstrant übermittelte herzliche Grüße von kämpfenden Bergarbeitern aus Peru und eine Kollegin berichtete, wie im Kongo insbesondere Frauen sehr interessiert an der Entwicklung der Montagsdemonstration sind und überlegen, von diesen Methoden der Demonstration zu lernen. Mit Kochtöpfen , Trillerpfeifen und fröhlichen Liedern machten wir auf unserer Demoroute durch die Gelsenkirchener City diese Forderungen bekannt und laden alle Interessierten herzlich ein, am 14.7.2008 ab 18.00 Uhr zur 199. Montagsdemonstration in Gelsenkirchen auf dem Platz der Montagsdemo, ehemals Preuteplatz. zu kommen.

Am 21. Juli  feiern wir am bekannten Ort die 200. Montagsdemonstration in Folge mit Kultur, Tanz, Musik und leckerem Essen.

 

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Berichterstattung,

 

Martina Reichmann

i.A. der Bürgerbewegung

Artikelaktionen