MLPD fordert ein sofortiges Hilfsprogramm von Bund und Land für die Geschädigten des Unwetters!

Heute veröffentlichte der Kreisverband folgende Presseerklärung:
MLPD fordert ein sofortiges Hilfsprogramm von Bund und Land für die Geschädigten des Unwetters!

Gelsenkirchen ist besonders stark betroffen (Bild RF-news)

MLPD fordert ein sofortiges Hilfsprogramm von Bund und Land für die Geschädigten des Unwetters!

Die am Pfingstmontag über Westdeutschland hinweggezogene Unwetterfront hat auch Gelsenkirchen mit voller Wucht getroffen und hat selbst gegenüber dem "Jahrhundertsturm" Kyrill 2007 eine neue Qualität erreicht. Das Ausmaß der Schäden ist noch immer nicht absehbar. Helfer von Feuerwehr, THW, Gelsendienste sind unermüdlich im Einsatz. Die MLPD spricht ihnen größte Anerkennung aus! Weitere Tausende Bürgerinnen und Bürger packen selbstlos mit an - ohne diese Initiative wären heute noch viele Straßen nicht passierbar. Daran beteiligen sich die MLPD-Mitglieder engagiert in der Nachbarschaftshilfe.

Der Kreisverband der MLPD Gelsenkirchen/Bottrop/Gladbeck gedenkt der bis heute sechs toten Menschen allein in NRW und ist solidarisch mit den tausenden betroffenen Opfern. Sie mahnen uns, dass es höchste Zeit ist, konsequent gegen die von Menschenhand gemachte Klimaerwärmung vorzugehen, die der Hintergrund dieses Unwetters ist. Wir fordern das sofortige sukzessive und dann vollständige Ersetzen fossiler Brennstoffe durch regenerative Energien und die Senkung der Treibhausgas-Emissionen um 70 bis 90 Prozent bis zum Jahr 2030, klarer Kurs auf Absenkung des CO2-Gehaltes in der Luft auf 350 ppm!

Im Interesse der Energiekonzerne geht die Bundesregierung rücksichtslos über die drohende Klimakatastrophe hinweg und organisiert ein regelrechtes Roll Back in der Umweltfrage. Darum ist die Regierung mitverantwortlich für die Unwetterkatastrophe und muss für den Schaden gerade stehen!

Wir fordern ein sofortiges Hilfsprogramm für die Betroffenen finanziert von Bund und Land. Es kann nicht sein, dass die Folgen an den betroffenen Menschen oder an der Kommune hängen bleiben. Es geht nicht länger, dass das Eon-Kraftwerk in Scholven in der CO2-Bilanz von Gelsenkirchen noch nicht einmal auftaucht. Wir müssen auch vor Ort die Reduzierung der CO2 -Emissionen durch die Großindustrie durchkämpfen.

Die MLPD unterstützt die Betroffenen, dass Geschädigte nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Darum sind die Mitglieder der Wohngebietsgruppen der MLPD dieser Tage aktiv in der Nachbarschaftshilfe zur Behebung der Schäden tätig, helfen aber auch Schäden zu erfassen, Betroffene in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu beraten und gegebenenfalls den Zusammenschluss zu  organisieren.

Doch wirft das Unwetter tiefere Fragen auf. 

"Das Unwetter wirft ein Schlaglicht darauf, dass wir bereits in einem Prozess des beschleunigten Umschlags in eine globale Umweltkatastrophe sind", so Christiane Link, Kreisvorsitzende der MLPD. "Das kürzlich erschienene Taschenbuch von Stefan Engel „Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“  hat diesen Prozess tiefgehend analysiert.“Es ist eine regelrechte Strategiediskussion über die Rettung der Umwelt vor der kapitalistischen Gesellschaft angesagt“, so Christiane Link, die zu Diskussionsveranstaltungen und Studiengruppen der MLPD in Gelsenkirchen herzlich einlädt. Die MLPD ist erreichbar in ihrem Büro, Hauptstr.40, Mo,Di,Do,Fr von 10 – 13 Uhr, per email: gelsenkirchen@mlpd.de oder per Telefon: 0209 - 3865580

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