Große Beteiligung bei Protest-Demonstration gegen den Staatsterror Israels

Etwa 1200 Menschen beteiligten sich an 10. Januar an einem der größten Antikriegs-Proteste in Gelsenkirchen. Aufgerufen hatten die Parteilose Wählergruppe und der Arabische Kulturverein Tuisa, sowie ein breites Spektrum fortschrittlicher Kräfte, die sich dazu in einem gemeinsamen Aufruf zusammengetan hatten – aus MLPD, Linkspartei, DKP, AUF, Frauenverband Courage, Solidarität International, mit Palästinensern, Gewerkschaftern u.a. Gekommen waren in der Mehrzahl Migrantenfamilien aus Palästina, dem Libanon und der Türkei, aber auch zahlreiche „Einheimische“.
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Ganz im Vordergrund stand die Empörung und der Protest gegen den Staatsterror Israels. Aber auch gegen die bedingungslose Unterstützung durch die US-Regierung, durch Kanzlerin Merkel und Außenminister Steinmeier, sowie die völlig einseitige Berichterstattung in der Medien wurden attackiert. Es gab viele selbstgemachte Schilder und Parolen wurden gerufen: „Kindermörder – Israel“, „Israel raus aus dem Gaza“, „die deutsche Regierung finanziert – Israel bombardiert“. Positiv aufgegriffen wurde auch „Hoch die Internationale Solidarität!“

Problematisch war vor allem anfangs, dass manche Gemüter sehr erhitzt waren angesichts der täglich neuen Terroropfer unter der Zivilbevölkerung und nur arabische Parolen rufen wollten. Es gilt aber, die deutsche Öffentlichkeit zu mobilisieren und deutlich zu machen, dass auch viele Juden gegen diesen Krieg sind. Einigen deutschen Teilnehmern war es neu und etwas mulmig, unter vielen muslimischen Mitbürgern zu demonstrieren.

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Die Demonstrationsleitung durch Karl-Heinz Strohmeier (PWG) und Monika Gärtner-Engel (Stadträtin von AUF - hier im Bild mit Toni Lenz) schaffte es hervorragend, das gemeinsame Anliegen in den Mittelpunkt zu rücken und alle Teilnehmer zu gegenseitigem Respekt und Zuhören zu überzeugen.

Dafür bedankten sich hinterher zahlreiche arabische Teilnehmer ausdrücklich. Ein gemeinsames Auftreten solch unterschiedlicher Kräfte wäre sonst nicht denkbar gewesen. „Ich habe nie erlebt, dass eine Frau die Männer so im Griff hat“, meinte eine Teilnehmerin.

Bei der Abschlusskundgebung gab es unter anderen Beiträgen auch ein islamisches Gebet für die zivilen Opfer des israelischen Kriegs und ein Lied für den internationalen antiimperialistischen Befreiungskampf. Es ist ein großer Schritt nach vorn, dass Menschen unterschiedlicher religiöser und politischer Anschauung zusammen für den Frieden eintreten! Wichtig war im Vorfeld zu klären, dass Faschisten und Fundamentalisten nicht zu Wort kommen.

Der Redebeitrag der MLPD von Toni Lenz und die Flugblätter wurden interessiert aufgegriffen und viele Rote Fahnen verkauft, auch an Teilnehmer, die auf Grund ihres Glaubens antikommunistische Vorbehalte haben. Als während der Rede für ein gleichberechtigtes Zusammenleben der Völker im echten Sozialismus eingetreten wurde, wurde das von Kundgebungsteilnehmern mit „Allah akhbar“ – Rufen unterstrichen – auch ein Ausdruck der erreichten solidarischen Atmosphäre.

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Die MLPD steht als einzige Partei in Deutschland konsequent und von Anfang an auf der Seite des gerechten Widerstands der Palästinenser.

„Das hätte ich nie gedacht, dass wir diesen Protest gemeinsam auf die Beine bringen“, war am Ende die Meinung vieler Teilnehmer, besonders von Jugendlichen. Und viele bedankten sich ausdrücklich bei den deutschen Teilnehmern.

Zentral erschienenen Flugblatt der MLPD:

 http://www.mlpd.de/solidaritaet-mit-dem-gerechten-widerstand-des-palaestinensischen-volkes-gegen-israels-angriffskrieg-und-staatsterror

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