9. Januar - NPD musste kläglich abziehen!

Klammheimlich hatte die NPD für den 09.1.08 in Gelsenkirchen einen Stand angemeldet um ihr braunes Gift zu verbreiten. Thema: „Kriminelle Ausländer raus – gegen Inländer-feindlichkeit“ – das bedeutet nichts anderes als Spaltung und Volksverhetzung!

Kriminell ist tatsächlich die neofaschistische NPD. Allein seit Mitte der 1990er Jahre haben die Neofaschisten 130 Tote auf dem Gewissen! Erst kürzlich wurde in Gelsenkirchen-Buer ein US-Bürger krankenhausreif geschlagen. An solchen Taten ist die NPD und mit ihr verbundene Organisationen maßgeblich beteiligt. Sie gehören verboten! Polizei, Presse und Stadtverwaltung waren peinlich bemüht, den Vorgang nicht in die Öffentlichkeit kommen zu lassen. Doch den Antifaschisten in Gelsenkirchen bleibt nichts verborgen! Sie haben es herausbekommen und ans Licht gebracht! 

Flugs wurde eine Protestkundgebung um 17 Uhr auf dem Preuteplatz organisiert. Sie wurde von Toni Lenz (Kreisvorsitzender der MLPD) moderiert. Es sprachen des weiteren Vertreter vom überparteilichen Wahlbündnis AUF Gelsenkirchen, vom Frauenverband Courage, von der Linkspartei, der VVN-BDA, REBELL und der Stadtratsfraktion  Die Linke/AUF Gelsenkirchen. Es nahmen ca. 100 Personen teil. Zahlreiche Passanten wurden informiert über die Provokation der NPD und vielseitige Aufklärung betrieben über deren faschistischen Charakter. Ins Visier vieler Redebeiträge geriet die Tatsache, dass die Faschisten von den bürgerlichen Parteien und vom Staat geduldet, gedeckt und geschützt werden. Empört kritisierte die Stadtverordnete Monika Gärtner-Engel die Praxis bürgerlicher Kommunalpolitiker, die neofaschistischen Umtriebe zu dulden mit dem vordergründigen Argument, man würde die Faschisten am besten bekämpfen, indem man sie nicht beachtet. Eine Lehre der Geschichte ist jedoch, dass man Faschisten nur besiegen kann durch einen aktiven Widerstand! Die Gelsenkirchener sind stolz darauf, dass sie durch aktive Proteste, Demos und die Blockade von Ückendorf im Juni 2006 einen geplanten Aufmarsch der faschistischen NPD verhindert haben. Breite Empörung gab es, als der Vertreter der VVN bekannt gab, dass die VVN letztes Jahr über 180 000 Unterschriften für das Verbot der NPD gesammelt hatte und sich der Bundestagspräsident bis heute geweigert hat diese anzunehmen, ebenso der Petitionsausschuss des deutschen Bundestages!

 

Als die NPD dann um 19 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz einen  Informationsstand aufbaute, waren sie sofort von zahlreichen Antifaschisten umringt. Deren Zahl wuchs schnell auf ca. 250 an, großteils Jugendliche. Eine große Einheit der deutschen, türkischen, libanesischen Teilnehmer, und Teilnehmer anderer Nationalitäten wuchs in Windgeschwindigkeit und unterstrich deutlich: „Die Jugend in Gelsenkirchen ist internationalistisch, sie ist links und antifaschistisch.“ Es wurde eine spontane Kundgebung angemeldet und ein offenes Mikrofon durchgeführt, das von Wolfgang Küppers (Vorstand Grüne) und Toni Lenz (MLPD) moderiert wurde. Das war ein echtes Novum für Gelsenkirchen, dass Grüne und Marxisten-Leninisten im antifaschistischen Kampf Seite an Seite standen und zeigt, dass die antifaschistische Einheit wächst. Über die obengenannten Organisationen hinaus waren auch die Antifa-Jugend, die Schwulen- und Lesbengruppe und weitere aktiv. Parolen wurden gerufen wie „Nazis Raus!“ und „Hoch die internationale Solidarität!“. Es wurde entschieden protestiert gegen die unerträgliche Völkerhetze der NPD gegen alles Linke, Fortschrittliche und die revolutionäre Arbeiterbewegung. Es wurde dagegen protestiert, dass die Polizei nicht den Stand der NPD abräumte und diese überhaupt eine Genehmigung bekommen hatte.

Gegen 20.15 Uhr musste die NPD zusammen packen und skandiert von Polizei und den Antifaschisten zum Zug gehen. Sie konnten ihr braunes Gift nicht unter die Leute bringen. Entschlossenheit und Jubel bei den Antifaschisten: „Keinen Fußbreit den Faschisten heute nicht - und in Zukunft nicht!“ - darüber sind sich alle einig.

Korrespondenz der Kreisleitung Gelsenkirchen


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