Dezember-Ausgabe der Stadtzeitung VorOrt erschienen:

Höchste Zeit für neue Zeiten! - so titelt die Dezember-Ausgabe des VorOrt :

"Die alten Parteien machen Mist, immer nur Druck auf den kleinen Mann, der bei ihnen nichts zu melden hat ... Von diesen Parteien kann man nichts Gutes für uns erwarten," meinte kürzlich ein Bergmann. So wie er denken die meisten Gelsenkirchener! Die Regierung brüstet sich damit, dass die offiziellen Arbeitslosenzahlen gesunken sind. Doch wie sieht es wirklich aus?

Allein seit letztem Jahr wurden 150 000 sozialversicherungspflichtige Vollzeitarbeitsplätze vernichtet

(nach IG-Metall-Angaben). Was an neuen Stellen geschaffen wurde, sind zu 50% Leiharbeitsplätze,

und zu 40% Teilzeitarbeitsplätze. Über 20% haben mittlerweile Billigjobs, von denen man nicht leben kann!

Was allein in den letzten Wochen für Gelsenkirchen bekannt wurde, treibt einem die Wut ins Gesicht:

- die Zeche Lippe soll schon am 31.12.2008 geschlossen werden, eventuell sogar noch früher - das sind 2377 Arbeitsplätze, die vernichtet werden sollen, wenn es nach der RAG geht.

- die kirchliche Ausbildungs-  und Qualifizierungsgesellschaft GABS hat Insolvenz angemeldet - betroffen sind 350 Arbeitsplätze in mehreren Städten und 2000 junge Leute in Ausbildungsmaßnahmen.

- Ebenfalls pleite ist der Opelhändler Voigt - macht weitere 130 Arbeitsplätze.

- Zum Jahresende macht das Versorgungsamt zu, wo 170 Leute beschäftigt sind.

- Und BP will die meisten Auslerner nicht übernehmen.

Wo soll die Jugend künftig denn noch Arbeit finden?

Es ist kein Naturgesetz, dass Massenarbeitslosigkeit und

Unterbeschäftigung wachsen, dass die Armut zunimmt, dass Millionen Menschen weltweit verhungern, und unsere Welt durch Umweltverbrechen zu Grunde gerichtet wird. Es liegt allein an der bewussten, selbstsüchtigen Politik der Herrschenden, an der unersättlichen Jagd der großen Konzerne und Banken nach Maximalprofiten.

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