Neue Ausgabe der Stadtzeitung VorOrt erschienen:

Kinderarmut in Deutschland - ein Thema, mit dem sich seit neuestem diejenigen Politiker profilieren wollen, die dafür die Verantwortung tragen und zwar so, als ginge es um einen Wettbewerb darum, wer mit diesem Thema die meisten Punkte macht. Auch die SPD-Gelsenkirchen lud die Tage zu einer Veranstaltung hierzu ein. - aber nur geladene Gäste.

Wirklich Betroffene blieben außen vor und kamen nicht zu Wort. Kinderarmut hat System! Sie ist Ergebnis der Unterwerfung der ganzen kapitalistischen Gesellschaft unter das Gesetz, maximale Profite für Konzerne und Banken zu erzielen, um die Weltmarktführerschaft zu erreichen. Diesem Ziel wird alles geopfert. Statt Kinder als Schatz der Gesellschaft anzusehen, werden ihre Fähigkeiten und ihr Potenzial behindert und zerstört.

Viele Kinder leiden unter der Armut ihrer Eltern - an die 3 Millionen in Deutschland, in Gelsenkirchen sogar jedes dritte Kind, laut DGB. Seit der Einführung von Hartz IV ist die Kinderarmut sprunghaft gestiegen. Über 500.000 Kinder, leben unter der Armutsgrenze, obwohl deren Eltern Vollzeit arbeiten, aber wegen zu geringen Löhnen trotzdem auf Hartz IV angewiesen sind. Diese Kinder werden schneller krank,  werden große Probleme beim Lernen haben, kaum was von der Welt sehen und vermehrt psychische Probleme bekommen. Was ist das für eine Gesellschaft, in der so mit den Kindern umgegangen wird und zugleich sich die Spitzenmanager der deutschen Großkonzerne im Schnitt 1,9 Mio Euro Jahresgehalt einsacken? In der immer mehr Eltern mit ihrer Arbeit nicht mehr ihre Familie ernähren können und zugleich die 37 größten deutschen Großkonzerne ein Kapital von 6,14 Billionen Euro angehäuft haben, das die Arbeiter dieser Konzerne erarbeitet haben? Kinderarmut ist eine schreiende Anklage gegen den Kapitalismus! Im Kapitalismus sind die einen reich, weil die anderen arm sind - an dieser grundlegenden Aussage von Karl Marx hat sich nichts geändert. Die Hartz IV Gesetze müssen weg und die Löhne erhöht werden, das sind richtige und wichtige Forderungen. Doch der Kampf darum löst das grundsätzliche Problem nicht - der ganze Kapitalismus muss beseitigt werden! (...)
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