10.11.-Solidarität mit den Beschäftigten von TRW

Liebe Kolleginnen und Kollegen bei TRW, wir möchten euch die volle Solidarität des MLPD-Kreisverbands Gelsenkirchen erklären in eurem Kampf gegen die unverschämten Angriffe der Geschäftsleitung von TRW.

5,2 Millionen Euro will TRW jährlich an den Löhnen kürzen. Das bedeutet ca. 7000 € bei jedem der 730 Beschäftigten! Und das nach 5 Jahren Abzügen von 14,3% und zusätzlich Kurzarbeit im letzten Jahr. Die volle Rückkehr zum Flächentarifvertrag ist dringend nötig!

Dazu kommt die unverschämte Erpressung mit der Vernichtung von 200 Arbeitsplätzen. Kein einziger Arbeitsplatz in Gelsenkirchen darf kampflos aufgegeben werden! Wo soll unsere Jugend denn noch Arbeit bekommen?

Wir halten es deshalb für dringend notwendig, die 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich durchzusetzen. So können Arbeitsplätze erhalten und neue geschaffen werden – auf Kosten der Profite kann das längst finanziert werden.

Mit Verzicht kann für die Arbeiter und die Bevölkerung überhaupt nichts gerettet werden. Im Kapitalismus zählt der Maximalprofit, die Menschen sind für diese Herrschaften „uninteressant“. Jeden Verzicht werten sie als Zeichen der Schwäche und ist ihnen noch Ermunterung, weitere Forderungen zu stellen. Diese Erfahrung haben kürzlich erst wieder die Opel-Kollegen gemacht, wo die Betriebsratsspitze einen Verzicht auf 265 Mio € pro Jahr unterschrieb – einen Tag danach platzte der ganze Magna-Deal!

In der gegenwärtigen tiefsten Weltwirtschaftskrise der Geschichte des Kapitalismus wollen die Konzerne mit allen Mitteln selbst als „Sieger“ rauskommen auf dem Rücken der Belegschaften. Es wird damit gerechnet, dass in absehbarer Zeit nur noch 7-8 Autokonzerne übrig bleiben. Das erfordert harte gemeinsame Kämpfe der Automobilarbeiter.

Die MLPD tritt darüber hinaus dafür ein, dem kapitalistischen Profitsystem ein Ende zu setzen und für den echten Sozialismus zu kämpfen, wo der Mensch im Mittelpunkt steht und die Massenarbeitslosigkeit beseitigt wird.

Wir möchten euch ermutigen, entschlossen den Kampf um den vollen Lohn und um jeden Arbeitsplatz aufzunehmen. „Kämpfen wie bei Opel“ macht seit dem mutigen und erfolgreichen Kampf 2004 die Runde - die einzige Sprache, die die Herren verstehen!

Die MLPD wird alles in ihren Kräften stehende tun, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und die Solidarität breit zu organisieren.

 

Viel Erfolg und Glück auf!

Toni Lenz (Kreisvorsitzender)

 

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