Ein befreites Leben kann nur mit mit befreiten Frauen stattfinden

Das Frauennetzwerk Gelsenkirchen schickte uns folgende Pressemitteilung zum internationalen Frauentag:

Unter dem Motto „Frauen räumen auf“ mit Arbeitslosigkeit und Unterdrückung, mit Gewalt, Rassismus und Kriegstreiberei etc. – so war es am Samstag bei strahlendem Sonnenschein auf der Bahnhofstraße zu hören und auf Schildern und Transparenten zu lesen. Symbolisch wurden diese Pakete von der Straße gefegt und am Bahnhofsvorplatz in die Mülltonne befördert. Das „Offene Frauennetzwerk Gelsenkirchen“ hatte aufgerufen und ca. 150 interessierte Frauen, Mädchen und auch Männer waren gekommen. Die Frauen von Ver.di konnten 135 € für ihr „Organizer-Projekt“ zur Unterstützung einer Textilarbeiterinnen-Gewerkschaft in Bangladesh sammeln.

Frauentag 2015_01

Mit einer Live-Schaltung wurden Grüße von Gelsenkirchnerinnen von der syrischen Grenze zu Rojava übermittelt, wo heute der Weltfrauenmarsch 2015 begonnen hat. Dort feierten 2000 Frauen die Befreiung von den faschistischen ISIS-Milizen.  In zahlreichen Redebeiträgen setzten sich Frauen und Mädchen ein für gesunde Kleidung, eine lebenswerte Zukunft, die Aufwertung sozialer Berufe, gegen Rassismus unter dem Motto „Mach meine Kumpeline nicht an“. Wer kämpft, kann gewinnen – so eine IG - Metallerin, die erfolgreich  ihren Änderungsvertrag von Teilzeit zu Vollzeit erstritten hat und sich für die Solidarität bedankte. Ein herzliches Willkommen gab es für junge syrische Kurdinnen, für die nach monatelangem Engagement eine Familienzusammenführung in Gelsenkirchen durchgesetzt werden konnte. Die Frauen waren sich einig: ein befreites Leben kann mir mit befreiten Frauen stattfinden. Dieses Thema wird auch bei der zweiten Weltfrauenkonferenz 2016 in Nepal eine wichtige Rolle spielen. Mit einer vielbeachteten Demonstration fand die Aktion ihren Höhepunkt, Frauenlieder, ein kurdisch-türkischer Tanz waren der kulturelle Rahmen und traditionell zum Abschluss das Lied „Brot und Rosen“.

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