Wahlkampfauftakt des MLPD-Landesverbands Nordrhein-Westfalen: "Die Zeiten ändern sich ..."

24.08.13 - Bei strahlendem Sonnenschein verfolgten über 300 feste Teilnehmer und Teilnehmerinnen sowie über tausend Passanten der gut gefüllten Bahnhofsstraße die Auftaktveranstaltung des Bundestagswahlkampfes in Gelsenkirchen.
Wahlkampfauftakt des MLPD-Landesverbands Nordrhein-Westfalen: "Die Zeiten ändern sich ..."

Über 300 Zuhörer beim Auftakt des Wahlkampf

Weithin sichtbar prangten die Plakate der MLPD auf dem Bahnhofsvorplatz - „Radikal links, revolutionär – für echten Sozialismus!“. "Das ist unsere Antwort auf die Krisenpolitik dieser jämmerlichen Regierung“ - so Stefan Engel, Parteivorsitzender der MLPD und Spitzenkandidat auf der Landesliste der MLPD in Nordrhein-Westfalen für die Bundestagswahl am 22. September. Schwungvoll wurden die verschiedenen Wählerinitiativen aus Nordrhein-Westfalen begrüßt. Sie warben selbstbewusst mit ihren Plakaten, T-Shirts und Transparenten für ihre Kandidatinnen und Kandidaten. Aus Dortmund trugen Kollegen ein Transparent „Stahlarbeiter wählen MLPD!“, dem Kampf der Bochumer Opel-Belegschaft um ihre Arbeitsplätze drückte ein anderes Transparent die Solidarität aus. Begeisterter Applaus begleitete die Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten der Landesliste Nordrhein-Westfalen durch die beiden Moderatorinnen "Sarah" und "Zarah". An anziehenden Ständen der "Wählerlinitiative Stefan Engel und Petra Braun" und des Jugendverbands REBELL wurde heftig diskutiert, wurden neue Mitglieder für die Wählerinitiative gewonnen und fanden die Broschüren "Unvergängliche Erfolge beim Aufbau des Sozialismus" etliche Käufer. Natürlich durften leckere Thüringer Bratwürste für das leibliche Wohl nicht fehlen. Um 12 Uhr begann dann Stefan Engel mit seiner frei und temperamentvoll gehaltenen Kundgebungsrede. Bewusst nahm er zu "Tabu-Themen" in diesem Wahlkampf Stellung – u.a. zu der anhaltenden tiefsten Weltwirtschafts- und Finanzkrise, in der sich auch in der Stahlindustrie Massenentlassungen anbahnen. Angriffslustig polemisierte er gegen den Minimalismus, wo für die Arbeiter und Angestellten immer nur noch "das Mindeste" - Mindestlohn, Mindestrente usw. - gefordert wird, während die sogenannten „Systemrelevanten“, die führenden Monopole und Banken, sich in Milliardenhöhe am Staatshaushalt bedienen und die Staatsverschuldung ins Gigantische steigern. Ausführlich widmete er sich auch der Umweltpolitik. Am Beispiel der Gitftmülldeponierung untertage machte Stefan Engel die drohende Grundwasserkatastrophe im ganzen Revier deutlich, die mit der Schließung der Zechen und dem geplanten Ansteigenlassen des Grundwassers durch die RAG droht. "Alle bürgerlichen Parteien – die CDU, SPD, FDP und auch die GRÜNEN – haben diesem Wahnsinn zugestimmt. Ihr verlogenes Gerede von Umweltschutz ist nichts anderes als Greenwashing! Wer wirklich etwas für den Umweltschutz tun will, der muss die MLPD stärken, sie steht für die Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft!“. Mit kräftigem Applaus bedankten sich die Zuhörer und Zuhörerinnen für die gut 90-minütige Rede. REBELLen und Rotfüchse kamen anschließend zu Wort und sangen ihr neues Lied "Umweltkämpfer". Mit dem Lied "Die Zeiten ändern sich ..." und dem gemeinsamen Singen der Internationale endete der NRW- Wahlkampfauftakt in Gelsenkirchen.

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