Direktkandidatin Lisa Gärtner solidarisch mit den TKES-Kollegen

05:20 Uhr vor TKES Gelsenkirchen. Lisa Gärtner, Direktkandidatin der internationalistischen Liste/MLPD überbringt den Stahlkumpel solidarische Grüße im Kampf um jeden Arbeitsplatz und sichert ihnen Unterstützung zu.

„Jetzt muss gekämpft werden“, so Lisa Gärtner. „Kollegen in Duisburg haben nach dem Fusionsbeschluss sofort die Arbeit niedergelegt. Richtig so! Mit der Fusion soll der Stahlbereich abgestoßen werden – mal wieder auf dem Rücken der Arbeiter. Die Zukunft von TKES in Gelsenkirchen ist mit der Fusion auch gefährdet und die Anlage in Bochum soll platt gewälzt werden. Wohin soll das alles führen? In Gelsenkirchen wachsen bereits jetzt 38,5% der Kinder in armen Familien auf. So geht das nicht weiter. Man darf nicht nur für den Augenblick denken, sondern die Arbeiter haben Verantwortung für die Zukunft besonders der Jugend. Mit einer 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich und einem Renteneintrittsalter (ohne Abzüge) von 60 Jahren könnten Arbeitsplätze sehr wohl gerettet werden – auf Kosten der Profite versteht sich.“ Die ehemalige Opelarbeiterin, weiß wovon sie spricht. Sie war beteiligt am siebentägigen Streik bei Opel Bochum 2004, der damals den Versuch einer Werksschließung erfolgreich verhinderte. „Wir werden auf jeden Fall an eurer Seite stehen im Kampf um jeden Arbeits - und Ausbildungsplatz und in Deutschland und international die Solidarität organisieren.“

Im Gegensatz dazu ließ Martin Schulz, Spitzenkandidat der SPD gestern in seiner Wahlkampfrede in Gelsenkirchen jeglichen Bezug zu den Stahlarbeitern und der Gefährdung ihrer Arbeitsplätze vermissen. Kein Wort verlor er darüber. Von sozialer Gerechtigkeit reden, während er dann zuschaut, wie thyssenkrupp den Stahlbereich plattwälzt. Damit hat die SPD ihren Anspruch als Arbeiterpartei nicht zum erstenmal verwirkt.

Wie es weitergehen kann für die Stahlarbeiter, das wird auch Gegenstand der Abschlusskundgebungen mit Lisa Gärtner am Samstag den 23.09.2017 sein. Sie finden statt um 10 Uhr in Buer, Hochstrasse und in Gelsenkirchen auf dem Neumarkt um 13 Uhr.

Hier kann der vollständige Text der Solidaritätserklärung heruntergeladen werden

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