Gelsenkirchen eine Stadt mit Geschichte

Gelsenkirchen: Symbol für den gescheiterten ”Strukturwandel” – und für den Kampf um eine lebenswerte Zukunft. ”Gelsenkirchen, das ist die Stadt der Bergarbeiter. Sie haben diese Stadt geprägt,” so Stefan Engel, Parteivorsitzender der MLPD und Gelsenkirchener seit fast 30 Jahren, während des Bundestagswahlkampfs 2005. Gelsenkirchen wuchs mit dem Bergbau und der Stahlindustrie zur Großstadt. Die ”Stadt der 1000 Feuer” war nachts erleuchtet vom Schein der abgefackelten Grubengase und der Hochöfen.
Gelsenkirchen eine Stadt mit Geschichte

Stefan Engel, seit fast 30 Jahren Gelsenkirchener

Gelsenkirchen: Symbol für den gescheiterten ”Strukturwandel” – und für den Kampf um eine lebenswerte Zukunft ”Gelsenkirchen, das ist die Stadt der Bergarbeiter. Sie haben diese Stadt geprägt,” so Stefan Engel, Parteivorsitzender der MLPD und Gelsenkirchener seit fast 30 Jahren, während des Bundestagswahlkampfs 2005 Gelsenkirchen wuchs mit dem Bergbau und der Stahlindustrie zur Großstadt. Die ”Stadt der 1000 Feuer” war nachts erleuchtet vom Schein der abgefackelten Grubengase und der Hochöfen.
In den 1950er Jahren erreichte sie ihren Höhepunkt mit 392.000 Einwohnern. Damals gab es noch 59.000 Bergleute und 20.000 Stahlarbeiter in Gelsenkirchen. Von den damals 17 Zechen gibt es heute nur noch das Bergwerk Lippe, dessen Stilllegung bereits für 2009 beschlossen ist. Der letzte Hochofen wurde 1981 abgestellt. Das ehemals größte Stahlwerk der Welt ”Thyssen Schalker Verein” wurde schrittweise geschlossen, Traditionsbetriebe mit ehemals Tausenden Beschäftigten wie Küppersbusch, Seppelfricke, oder DELOG (heute Pilkington) schrumpften auf wenige Hundert Beschäftigte. Die einst großen Textilfabriken gibt es schon einige Zeit nicht mehr. BP und Eon sind die letzten produzierenden Betriebe, die noch mehr als 1.000 Beschäftigte haben. Die Einwohnerzahl sank inzwischen auf 268.000. Gelsenkirchen ist mit offiziell 15,9 Prozent Arbeitslosigkeit nach wie vor Schlusslicht der westdeutschen Großstädte. Real dürfte sie bei über 40% liegen. Immer mehr Leute arbeiten als Pendler in anderen Städten des Ruhrgebiets oder fahren täglich bis ins Rheinland zum Arbeiten. ”Gelsenkirchen ist ein Symbol für den gescheiterten ‚Strukturwandel‘. Die haben den Leuten weis gemacht, es würden genügend Ersatzarbeitsplätze entstehen. Nach wie vor werden mehr Arbeitsplätze vernichtet als neue geschaffen.” so Stefan Engel.

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