100 Schülerinnen und Schüler bei zweiter Fridays-for-Future-Demonstration in Gelsenkirchen

Presseerklärung der Vorbereitungsgruppe „Fridays For Future“ aus dem Jugendzentrum Ché

Heute, am Freitag, den 22. März, hat die zweite Fridays-for-Future-Demonstration in Gelsenkirchen mit 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im strahlendem Sonnenschein stattgefunden. Aufgerufen hatte eine, am Dienstag im Jugendzentrum Ché gegründete, Vorbereitungsgruppe. Sie hat sich folgende Grundsätze gegeben:

1. Wir treten alle für den Kampf um Umweltschutz ein. Alle Meinungen sind bei uns willkommen – außer faschistische Meinungen.

2. Wir kämpfen für eine Zukunft, für die es sich zu lernen lohnt – es ist kurz vor 12! Es ist erst zu spät, wenn wir aufhören zu kämpfen!

3. Es finden regelmäßig öffentliche Organisationstreffen statt, die demokratisch verlaufen. Auch Organisationen sind willkommen, dürfen aber nicht dominieren.

Die Einladung wurde vor und in zehn Schulen verteilt.

Wir hatten eine vielfältige und bunte Bewegung mit rund 90 Schülerinnen und Schülern aus über fünf Schulen, Parents for Future, Teachers for Future. Neu waren dieses Mal auch mehrere Berufsschüler da. Des weiteren kamen auch pensionierte Gelsenkirchener Lehrer zur Unterstützung, ebenso Mitglieder des Jugendverbands REBELL, der Jusos, der MLPD und Schalke-Fans. Wir freuten uns auch, als Pfarrer Stahlhut vorbei kam und Flyer verteilte, um alle Schüler zum Jugendgottesdienst am 24. März einzuladen.

Vor Beginn malten Schülerinnen und Schüler Plakate, warum sie gekommen sind. Da stand zum Beispiel drauf: „Keine Träume ohne Bäume....“ Rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ergriffen das Wort am offenen Mikrofon, mit Beiträgen zur aktuellen Entwicklung der Umwelt und zur Lösung der Umweltfrage, zum Tierschutz oder auch gegen Artikel 13.

Ein Lehrer kritisierte die Schulministerin, die den Schülern und Schülerinnen verbietet, zu den Fridays-For Future-Aktionen hinzugehen. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer der Lessing-Realschule berichteten, wie sie sich im Unterricht gemeinsam vorbereitet hatten. Mit großer Sachkompetenz machten die Schülerinnen und Schüler deutlich, dass es ihnen keineswegs um Schule schwänzen geht, sondern um den Schutz der Umwelt.

So hieß es auf den Schildern: „We are the changer, the planet is in danger!“; „Animal-Liberation gegen Massentierhaltung“, „Es gibt keinen Planet B“, „We have no time anymore“, „Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft“, „Dinosaurier dachten auch, sie hätten noch Zeit“. Mitglieder des REBELL hatten ihre Trommeln mitgebracht, an denen Schülerinnen und Schüler schnell eingelernt wurden und die dann für gute Rhythmen sorgten. Gemeinsam mit Parolen entstand so eine super Stimmung. Insgesamt war es eine echt schöne und kämpferische Aktion.

Leider hatte sich eine kleine Gruppe abgespalten, denen Antikommunismus wichtiger war als der Umweltschutz. Eine solche negative und rückwärtsgewandte Motivation war logischerweise nicht gerade anziehend. So waren dort vor allem Erwachsene (rund 15) gekommen sowie rund 15 Schüler. Dass diese Aktion unabhängig war, ist ein Witz. Es waren dort sehr viele Politiker, die sich hinter den Parents for future versteckten.

Bei uns konnte jeder offen zeigen und sagen, wer er ist, ohne deshalb schief angeguckt zu werden. Die Jugendpolitische Sprecherin der MLPD, Lisa Gärtner, wandte sich mit einem offenen Brief an die Schülerinnen und Schüler von Fridays for Future. Die Spaltung wurde von vielen Teilnehmerinnen, Teilnehmern, Jugendlichen, Schülerinnen und Schülern abgelehnt und für nicht gut befunden. Wir sind der Meinung, dass man unbedingt zusammenarbeiten muss, um etwas für das Klima zu erreichen - auf überparteilicher Grundlage. „Von Religion bis Revolution“, wie eine Rednerin forderte.

 

Mit solidarischen Grüssen

Celina Jacobs

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