Einreise der Referentinnen verweigert

Eine Woche vor Beginn des Frauenpolitischen Ratschlages wurden von der deutschen Botschaft in Kathmandu/Nepal die Visumsanträge für die beiden aus Nepal eingeladenen Vertreterinnen der dortigen Frauenbewegung,  Frau Saroja Hamal und Frau Tika Kumari Mahato, mit fadenscheinigen Begründungen abgelehnt: angeblich sei der angegebene Zweck der Reise nicht "vertrauenswürdig" sowie nicht sichergestellt, dass sie vor Ablauf des Visums zurückkehren würden.

Der Frauenpolitische Ratschlag dient dem gemeinsamen Erfahrungsaustausch der Frauen; Kontakte mit Frauen aus den verschiedenen Ländern werden vertieft und neue geknüpft. Vom Ratschlag und dem nachfolgenden Weltkoordinatorinnen- Treffen zur Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz  gehen wichtige Signale aus, um die Frauenbewegung hier und international weiter aufzubauen.

Die Gastgeberinnen – unter anderem Frauen des Frauenverbandes Courage Gelsenkirchen – sind deshalb empört über diese Beschneidung ihrer internationalistischen Arbeit. Michaela Weber vom Ortsvorstand: „Wir protestieren entschieden gegen diese Behinderung des Frauenpolitischen Ratschlages und der Weltfrauenkonferenz! Frau Hamal ist eine der beiden gewählten Koordinatorinnen für Asien. Es wäre wichtig und gut, wenn möglichst viele gegen dieses Vorgehen der deutschen Botschaft protestieren und deutlich machen, wie dringend wir uns wünschen, dass die beiden Frauen am Ratschlag teilnehmen können. Protestschreiben können per FAX geschickt werden an die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland, Frau Verena Gräfin von Roedern, Kathmandu, Nepal, FAX Nr. (00977 1) 441 68 99 sowie an das Auswärtige Amt in Berlin, FAX Nr. 030 /1817-3402."

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