5.März: Grüße an die Frauen der Welt

Mit vielen bunten Luftballons grüßten Frauen aus Gelsenkirchen die Frauen der Welt und die Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Venezuela.

Ein Frauennetzwerk aus verschiedenen Parteien und Organisationen gestaltete gemeinsam eine Straßenaktion zum Internationalen Frauentag sowie eine Demonstration. Die Grünen, die Linke, MLPD, DKP, Frauenverband Courage, Ver.di-Bezirksfrauenrat, AUF Gelsenkirchen und der Verein Kryo-Recycling waren mit Ständen vertreten und stellten sich am Offenen Mikrofon zur Diskussion. 2 Rebellinnen sprachen zum Kampf gegen den Sexismus, und die Rotfüchse verkauften rote Rosen. Die Jugendvertreterin Marie Bauer berichtete von ihrem erfolgreichen Kampf gegen BP für ihre Übernahme. Mit rund 80 Frauen, Mädchen und frauenpolitisch interessierten Männern war es eine anziehende, bunte Aktion.

In vielen Beiträgen am offenen Mikrofon wurde über die 100jährige Geschichte des Frauentages sowie über den erfolgreichen Beginn der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Venezuela informiert. Es wurde gefordert, dass Frauen Löhne zum Leben brauchen, anstatt zum Überleben, die weltweite Armut, Unterdrückung und Gewalt an Frauen wurde angeprangert. Der Blick und die Gedanken gingen zu den Frauen in Nordafrika und in Arabien, die im Kampf für Freiheit und Brot in vorderster Reihe stehen, zu den Frauen in Italien und in Bangladesh, die für die Würde der Frauen und um bessere Lebensverhältnisse kämpfen. Zur Perspektive sprach Renate Mast von der MLPD: „Immer weniger Frauen können von ihren Einkommen leben und z.B. in GE werden 40% der Kinder in die Armut hineingeboren - gleichzeitig wachsen die angehäuften Reichtümer von Millionären, Banken und Spekulanten! Wir sagen: eine alternative sozialistische Gesellschaft ist notwendig und möglich!“

Kritik gab es an der Gleichstellungsstelle, die sich aus dem Frauennetzwerk ausgeklinkt hatte und mit einem „Soufragettenball“ ein Gegenprogramm organisiert, anstatt sich an die breite Masse der Frauen auf der Straße zu wenden. Eine Teilnehmerin sagte am Schluss: „Mir gefällt besonders, dass so ein vielfältiges politisches Spektrum zu diesem Thema gemeinsam aktiv war“.

Artikelaktionen