Pressemitteilung zu Aktion am Internationalen Frauentag

Frauenpower nötiger denn je – für eine lebenswerte Zukunft!

Zahlreiche  Frauen trafen sich am Samstag, den 6.3.2010 auf der Bahnhofstraße zu einem mutmachenden und kraftvollen Auftakt zum diesjährigen Internationalen Frauentag, die Jugend und auch Männer beteiligten sich lebhaft. Trotz Eiseskälte gab es keine „kalten Füße“, sondern heiße Herzen für den gemeinsamen Kampf der Frauen auf der ganzen Welt. Am 99. Internationalen Frauentag begann zugleich der Countdown eines spannenden Jahres – „Jeder Schritt auf der gemeinsamen Demonstration war für uns auch ein Schritt hin zur Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Venezuela 2011“, so eine Teilnehmerin.

Umzug Bahnhofstraße 6.3.2010
Rosenverkauf 6.3.2010

 

Gemeinsam sind wir stark, dafür stand eine breite Beteiligung von Organisationen und Parteien: mit vielen gemeinsamen Forderungen und unterschiedlichen Schwerpunkten waren der Frauenverband Courage, Ver.di, Die Grünen, Die Linke, MLPD, Jugendverband Rebell mit den Rotfüchsen und Montagsdemonstranten vertreten. Frauen der IG BAUEN, Agrar, Umwelt kamen mit ihrer lila Raupe zu Besuch, für „Brot und Rosen“ und existenzsichernde Löhne.

Am offenen Mikrofon wurde die Aktualität des Frauentages mit vielen Beiträgen und Forderungen unterstrichen. „Viele Mädchen denken, wir sind doch gleichberechtigt.  Aber Sexismus und Modekult wirken in unserem Leben, immer weniger Azubis werden übernommen, da haben wir allen Grund, aktiv zu werden,“ meldeten sich junge Frauen vom Jugendverband REBELL zu Wort.

„Dass unsere Mütter bessere Arbeit und mehr Zeit für uns haben,“ diesen Wunsch hatte ein kleiner Junge von den „Rotfüchsen“ auf sein Plakat geschrieben.

 

Während Barbara Oehmichen, Grüne monierte, daß Frauen immer noch 75% der Männerlöhne verdienen, machten ver.di-Frauen mit ihrer Boden-Zeitung zum Niedriglohn auf sich aufmerksam, heiße Themen in der Wirtschaftskrise. Darüber hinaus wurde der Abzug deutscher Truppen aus Afghanistan gefordert und über die Vision einer befreiten Frau in einer befeiten Gesellschaft entwickelt etc...

ver.di Bodenzeitung

Courage 6.3.2010

 „Danke an Frau Schröder für diese frauenpolitische Dummheit des Pflegemodells“, empörte sich Gisela Hornschuh vom Frauenverband Courage, die selbst einen Angehörigen pflegt. „ Pflege, das heißt 24-Stunden-Bereitschaft, und dann noch halbtags arbeiten, noch weniger Geld als Frauen eh schon verdienen, schrumpfende Rente – das als Verbesserung für die Frauen zu verkaufen ist eine bodenlose Unverschämtheit!“

 

Am Ende der Kundgebung hieß es – aufwärmen und auf zum Frauenpowerfest am Abend …

 

Mit freundlichen Grüßen


Karin Fuchs

 

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