Dokumentiert von rf-news am 3.1.07:

"Am 10. Januar ist der Kohlegipfel in Berlin unter Ausschluss der Kumpels. Wer redet hier eigentlich über die Zukunft der Kumpels und ihrer Familien: Das sind die, die auf Kosten der Bergleute Geld verdienen, die RAG/DSK, die Bundes- und Landesregierung". So beginnt der Aufruf der "Kumpel für AUF" zum Protest am 10. Januar 2007 vor der RAG-Zentrale: "Über unsere Arbeitsplätze wollen wir selbst mit entscheiden!"

Weiter heißt es in dem Aufruf: "Die IG BCE-Führung macht dabei gute Miene zum bösen Spiel. Die Kumpels, um die es schließlich geht, dürfen alles nur ausbaden, dürfen weder mitreden, werden nicht mal richtig informiert! Seit Jahren haben Kohle- und Energiegipfel und Verhandlungen für uns Kumpels nur ständigen Abbau von Arbeitsplätzen gebracht. Der 'sozialverträgliche Anpassungsprozess' ist vollständig gescheitert! Bei Millionen von Arbeitsplätzen gibt es so etwas gar nicht! Statt dem viel beschworenen Strukturwandel haben wir an der Ruhr und an der Saar horrende Arbeitslosenzahlen. Kampf um jeden Arbeitsplatz! Keine weiteren Zechenschließungen, bevor gleichwertige Ersatzarbeitsplätze geschaffen sind! Dafür muss die RAG als Hauptverantwortlicher ins Visier genommen werden. Sie hat allein 2006 in den ersten 9 Monaten 1,05 Mrd. Euro Gewinn vor Steuern gemacht ohne den Kohlebereich. Mit dem Gang an die Börse will sie sich eine goldene Nase verdienen. An jedem Arbeitsplatz im Bergbau hängen 4-5 weitere Arbeitsplätze. Die geplanten Schließungen der restlichen Zechen gefährden 140.000 bis 150.000 Arbeitsplätze - egal ob 2012 oder 2018. Das können wir nicht akzeptieren! ...

Kommt mit euren Frauen und Kindern zum "Kohle-Gipfel von unten"! Da indirekt die ganze Region betroffen ist, sollen aus den verschiedenen Betrieben Delegationen kommen. Auch die Montagsdemonstranten laden wir ein, gemeinsam für den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Bergbau zu kämpfen: Mittwoch, den 10. Januar 2007, 8.00 Uhr vor dem Essener Hauptbahnhof / Richtung Innenstadt auf dem Willi-Brandt Platz mit Demonstration und Protest vor der RAG- Zentrale mit offenem Mikrofon!

Den Aufruf in voller Länge mit der Liste der Erstunterzeichnerinnen und -unterzeichner finden Sie hier zum Download:

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