Solidaritätserklärung mit der Jugendvertreterin Marie Bauer bei BP

Der Kreisverband der MLPD Gelsenkirchen erklärt sich solidarisch

Liebe Marie Bauer!


Mit großer Empörung haben wir davon erfahren, dass BP in Gelsenkirchen Dich in illegaler Weise nach Abschluss der Ausbildung rausgeschmissen hat. Wir versichern Dir unsere volle Solidarität und werden uns überall, wo wir aktiv sind, in Betrieben, Wohngebieten, Vereinen usw. dafür einsetzen!
Mitglieder der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) müssen nach ihrer Ausbildung auf Antrag unbefristet übernommen werden. Dieses Recht hat sich die Arbeiterbewegung erkämpft! Es geht hier nicht um Privilegien, sondern die Mitglieder der JAV müssen sich für die Interessen der Jugendlichen einsetzen können ohne die ständige Angst im Nacken, dass sie nicht übernommen werden, wenn der Geschäftsleitung etwas nicht passt.
Wir finden es genau richtig, sich wie Du für die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden entsprechend der Ausbildung einzusetzen. Bei Bosch in Stuttgart wurde dafür kürzlich von Jung und Alt 5 Tage gekämpft - mit Erfolg! Und völlig zurecht hast Du es abgelehnt, für den Köder einer zweijährigen Übernahme auf das Recht der JAV-ler auf unbefristete Übernahme zu verzichten. Wenn Du diesem "Deal" zugestimmt hättest, wäre das ein Freibrief für BP gewesen und ein Signal "DIE passt sich auch an".
Du hast Dich darauf nicht eingelassen und diesem Weltkonzern mutig die Stirn geboten! Das werden Dir viele Gelsenkirchener und darüber hinaus hoch anrechnen. Du hast Dich auch nicht unterkriegen lassen, als sie Dich wie ein Mensch 2. Klasse behandelt und vom Werksgelände vertrieben haben. Offensichtlich sind in der angeblichen "BP-Familie" die Rechte der Arbeiter und Angestellte nur Makulatur.
Die ganze Sache zeigt auch, welch große Angst BP vor kämpferischen Arbeiterinnen und Arbeitern hat, die wissen, was sie wollen! Dieser Weltkonzern hat sich damit mit der ganzen Arbeiterbewegung angelegt! Wer unsere Jugend angreift, greift unsere Zukunft an! Wir werden nicht zulassen, dass mutige Jugendliche eingeschüchtert und kriminalisiert werden und ihnen ihre Zukunft verbaut wird!
Zum Vorschein kommt die nackte Diktatur der herrschenden Monopole. Es hat allen Grund, wenn heute selbst nach bürgerlichen Umfragen über 80% der Bevölkerung das kapitalistische Profitsystem in Frage stellen und sich eine Zukunft im Sozialismus vorstellen können. Wir können sie darin nur bekräftigen!
BP darf damit nicht durchkommen!

Sofortige unbefristete Weiterbeschäftigung der Jugendvertreterin Marie Bauer!

Unbefristete Übernahme der Azubis bei BP in Gelsenkirchen (und anderswo) entsprechend der Ausbildung!

Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz!


Toni Lenz
(Kreisvorsitzender)

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