Demonstration in Gelsenkirchen gegen 150 Entlassungen bei TRW

Die Geschäftsleitung des internationalen Automobilzulieferers TRW mit Sitz in den USA droht, 150 Kolleginnen und Kollegen in Gelsenkirchen-Schalke zu entlassen – nachdem bereits Leiharbeiter und 64 Kollegen mit Zeitverträgen weg sind.
Demonstration in Gelsenkirchen gegen 150 Entlassungen bei TRW

Fuer die Zukunft unserer Kinder und Arbeitsplaetze statt Hartz IV

Seit dem europäischen Streiktag am 14. November macht die Belegschaft Mahnwachen bei Schichtwechsel – jetzt rief sie mit Unterstützung der IG Metall und der Gelsenkirchener Gewerkschaften zur Demonstration auf. Und rund 600 kamen: Kolleginnen und Kollegen aus anderen Betrieben, Metaller, von der Stadtverwaltung, Bergleute von “Kumpel für AUF”, von Parteien, Wahlbündnissen, der Montagsdemonstration ...

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Auffallend waren auch Jugendliche und vor allem eine Gruppe der Kinderorganisation “Rotfüchse”, die ausdrücklich ihre Solidarität erklärten, da es bei diesen Arbeitsplätzen auch um ihre Zukunft geht.

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Die MLPD trat für die Forderung der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich ein, auf Kosten der Profite und zur Schaffung von Arbeitsplätzen, gegen Entlassungen und Arbeitshetze. Kollegen aus anderen TRW-Werken waren gekommen, so Kollegen aus Hannover-Barsinghausen, die nach der Nachtschicht herfuhren um ihren Kollegen den Rücken zu stärken, Kollegen aus Frankreich sandten eine Solidaritätsadresse, da sie selbst heute in Paris demonstrieren. Kollegen sammelten auf der Demonstration über 50 Unterschriften für das “Zukunftsprogramm zum Kampf um jeden Arbeitsplatz bei Opel”.

Mit Liedern, Solidaritätserklärungen und Redebeiträgen am offenen Mikrofon gab es einen kämpferischen Auftakt, und eine lebendige Demonstration zog über die Ringstraße und durch den Weihnachtsmarkt auf der Bahnhofstraße. Alle Beteilgten einte die Unterstützung der Kollegen von TRW und Opel.

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Deutlich wurde aber auch, dass es über die Ursachen und den weiteren Weg erhebliche Unterschiede gibt. So wurde auf der Abschlusskundgebung von Oberbürgermeister Baranowski massiv von angeblichem “Mißmanagement” bei TRW und Opel geredet und an die Geschäftsleitungen appelliert. Den Vogel schoss der Bezirksleiter des DGB, Josef Hülsdünker, ab, der vertrat: “gäbe es in allen Betrieben eine Montanmitbestimmung wie bei Kohle, so gäbe es nur gesunde Betriebe und keine Massenentlassungen.” Das soll er mal den Hunderttausenden Bergleuten und Stahlarbeitern erzählen, die in den letzten Jahrzehnten im Bergbau und der – ebenfalls montan-mitbestimmten – Stahlindustrie ihren Arbeitsplatz verloren!

Viele Beiträge am offenen Mikrofon machten dagegen deutlich, dass wir es mit einem Problem des Kapitalismus zu tun haben, der für Profite über die Menschen hinweg geht, und dass es notwendig ist, mit den Kollegen international zusammen dagegen zu kämpfen. Eine junge Arbeiterin, die selbst beim Streik bei Opel 2004 dabei war und als Leiharbeiterin bei TRW entlassen wurde, ermutigte die Kollegen von TRW und Opel, selbst in den Streik gegen diese Pläne zu treten – die Unterstützung des ganzen Ruhrgebiets ist ihnen dabei sicher.

Die weitere Entwicklung wird spannend!

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