MLPD solidarisch mit den Kollegen der Schalker Eisenhütte

Der Kreisverband Gelsenkirchen-Bottrop-Gladbeck der MLPD erklärt seine volle Solidarität mit eurem Kampf um jeden Arbeitsplatz!

Es ist ein Hammer, dass 140 Arbeitsplätze bei der Schalker Eisenhütte auf dem Spiel stehen – und das bei der hohen Arbeitslosigkeit in Gelsenkirchen, und der Ankündigung von Arbeitsplatzvernichtungen in die Tausende bei großen Konzernen wie RWE, Eon, Karstadt … Das darf nicht hingenommen werden!

Es war ein gutes Signal an die Geschäftsführung und die Öffentlichkeit, dass Ihr sofort eine Protestaktion gemacht und Eure Kampfbereitschaft gezeigt habt. Ihr seid nicht die einzige Belegschaft, die mit sogenannten Beiträgen zur „Standortsicherung“ jahrelang Verzicht geübt hat und dafür nun mit Entlassungen „belohnt“ werden soll. Scheuten Solar ist auch ein Beispiel von vielen. Das zeigt – mit Verzicht sind die Arbeitsplätze nicht zu verteidigen, sondern nur mit Kampf auf Kosten der Profite der Kapitalisten!

In diesem Sinne ist es für alle Arbeiter sehr ermutigend, dass es gegen die geplante Werksschließung bei Opel Bochum, PSA in Frankreich und geplante Entlassungen bei GM in Brasilien erste gemeinsam koordinierte Kampfaktionen der Belegschaften verschiedener Länder gab. In Spanien lehnen sich die Bergleute mit einem unbefristeten Streik auf gegen die von der EU geplante Stillegung des Kohlebergbaus in verschiedenen europäischen Ländern. Man kann davon ausgehen, dass sich diese EU-Pläne auch auf die Schalker Eisenhütte als Bergbauzulieferer auswirken. Wir werden es niemals akzeptieren, dass der Bergbau in Deutschland zu Grabe getragen wird!

In der Weltwirtschaft mehren sich die Anzeichen für einen neuen Einbruch in der Krisenentwicklung. In diesem System zählt nur der Profit, deshalb wird es von immer mehr Menschen in Frage gestellt. Entweder setzen sich die Interessen der Kapitalisten durch - oder wir setzen unsere Arbeiterinteressen durch, was nur im Kampf geht. Wir Arbeiter müssen lernen über den eigenen Betrieb hinaus zu sehen, uns mit den Belegschaften anderer Betriebe zusammenschließen, gemeinsam für unsere Interessen streiten. Eine wichtige Forderung ist eine deutliche Arbeitszeitverkürzung wie die 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich, mit der Millionen Arbeitsplätze erhalten bzw. geschaffen werden können.

Jeder weitere Verzicht um die angebliche „Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen“ untergräbt die notwendige gemeinsame Kampfkraft der Belegschaft. Im Interesse der Zukunft vor allem der Jugend darf kein Arbeitsplatz kampflos aufgegeben werden. Die Solidarität der Gelsenkirchener Bevölkerung ist euch gewiss. Die MLPD steht auf eurer Seite, wird euren Kampf bekannt machen und alle ihre Möglichkeiten nutzen die Solidarität zu organisieren.

In diesem Sinne viel Erfolg in eurem Kampf - Glückauf!

 

Toni Lenz (Kreisvorsitzender der MLPD)

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