Solidaritätserklärung an die TRW Beschäftigten

An Betriebsrat und IGM VKL TRW in Gelsenkirchen-Schalke und an die Ortsverwaltung der IGM

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Der Kreisverband Gelsenkirchen-Bottrop-Gladbeck der MLPD erklärt seine volle Solidarität mit eurem Kampf um jeden Arbeitsplatz! Wir sind empört, dass TRW erneut 150 Arbeitsplätze vernichten will. 2011 wurde in Schalke der Umsatz um 25% erhöht auf den Knochen der Kollegen – und nun sollen 150 von ihnen ihre Existenzgrundlage verlieren? Damit darf TRW nicht durchkommen!

Der Tag des europäischen Generalstreiks am 14.11. ist ein guter Anlass für den Beginn eurer Mahnwache zur Verteidigung der Arbeitsplätze. Wir wünschen euch von Herzen viel Erfolg! Richtig wäre gewesen, wenn auch der DGB für den 14.11. zum Streik aufgerufen hätte – denn ein europäischer Generalstreik erfordert auch, dass sich die Arbeiter länderübergreifend daran beteiligen. So stehen z.B. auch die französischen Kollegen von Ramonchamp im Kampf um ihre Arbeitsplätze. International vereint sind wir stark! Symbolische Maßnahmen werden nicht ausreichen, um TRW in die Knie zu zwingen – es ist ein harter Kampf nötig.

Zurecht stellt ihr die Forderung nach der 30-Stundenwoche auf. Die vorhandene Arbeit muss auf mehr Schultern verteilt werden. Aber warum soll das auch mit auf Kosten der Belegschaft gehen? Warum sollen wir schlucken, dass die Krisenlasten auf dem Rücken der Arbeiter und Angestellten abgewälzt werden, und nicht auf Kosten der Profite? Soll doch TRW den vollen Lohnausgleich bezahlen. Der Lohnanteil am Umsatz in Schalke würde sich nur von ca. 8,7 auf 10,2% erhöhen. Aber der Rekordgewinn des TRW-Konzerns von 971 Millionen Dollar 2011 würde natürlich geschmälert, und die Dividenden würden geringer ausfallen ...

Die Monopole greifen zu härteren Maßnahmen, weil ein neuer Einbruch in der Weltwirtschafts- und Finanzkrise bevorsteht. Hier wird auch vor Werksschließungen nicht haltgemacht, wie jetzt bei Ford, und bei Opel Bochum für 2016 geplant ist. Es ist an der Zeit, gemeinsam ein neues Signal für die Arbeiteroffensive zu setzen. Schon seit 2008 dauert die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise an – und ein Ende ist nicht abzusehen. Es zeigt sich immer deutlicher: wer die Krisen abschaffen will, der muss den Kapitalismus abschaffen. Erst wenn das Profitsystem beseitigt ist, lassen sich im echten Sozialismus Produktion und Gesellschaft nach den Bedürfnissen der Menschen entwickeln.

Wir sind sicher: die Solidarität der Gelsenkirchener Bevölkerung und darüber hinaus ist euch gewiss. Die MLPD steht auf eurer Seite, wird euren Kampf bekannt machen und alle ihre Möglichkeiten nutzen die Solidarität zu organisieren. Teilt uns mit, welche weitere Unterstützung ihr braucht.

Glückauf!

Toni Lenz (Kreisvorsitzender der MLPD)

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