"Die alte Mannschaft ist wieder an Bord" oder Die Farce der "Sanierung" der Brotfabrik Stauffenberg!

Beschäftigte, Familien, Freunde und Nachbarn sind derzeit in heller Aufregung und großer Sorge. Bei der Brotfabrik Stauffenberg sollen rund 100 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren, die Liste wird derzeit zusammengestellt!

Im September wurde die Insolvenz eröffnet - die Produktion lief aber nach wie vor im Wesentlichen auf vollen Touren! Und es kam, wie viele Kollegen befürchteten. Jetzt werden massive Rationalisierungen durchgezogen, die der bisherige Eigner schon länger vorhatte: So sollen u.a. alle Fahrer  abgeschafft werden. Zusätzlich sollen fast 50 weitere Kollegen ihren Arbeitsplatz verlieren, teilweise Beschäftigte, die schon über 30 Jahre dort arbeiten und Familie haben!

Und dann, siehe da, übernimmt die Finanzgruppe um Ostendorf wieder als "Retter" den Betrieb. So tauchte Herr Ostendorf plötzlich wieder händedrückend im Betrieb auf und der bisherige Geschäftsführer Kelpsch war mit den Worten zu hören "Die alte Mannschaft ist wieder an Bord." Ganz legal - das herrschende Recht ist das Recht der Herrschenden! Ein übles Spiel auf dem Rücken der Beschäftigten und ihrer Familien!

Ähnliches hatte die Ostendorf-Gruppe schon vor eineinhalb Jahren mit "Müller-Brot" in Bayern vor. Dort gingen die Kollegen dagegen auf die Straße und zerschlugen so diese Pläne.

Wenn wir jetzt erfahren, dass die Maschinenfabrik Schalke (vorher Schalker Eisenhütte) trotz "Sanierung" die Produktion einstellen will, Vaillant in Gefahr ist - und bei Opel in Bochum noch dieses Jahr die Produktion eingestellt werden soll, ist das eine Herausforderung an die Arbeiterbewegung und die ganze Bevölkerung im Revier!

"Es ist an der Zeit, dass wir gemeinsam gegen die Vernichtung der Arbeitsplätze aufstehen, ob bei Opel, Küppersbusch, Maschinenfabrik Schalke, Vaillant oder Stauffenberg. Dann muss die Arbeitszeit auf Kosten der Profite auf 30 Stunden verkürzt werden, natürlich bei vollem Lohnausgleich", fordert die Kreisvorsitzende der MLPD, Christiane Link. "Die MLPD verpflichtet sich zur vollen Unterstützung - wir haben kein 'Verständnis' für die Profite der Kapitalisten, wie SPD, CDU, Grüne.  Wir akzeptieren nicht, dass solche Vorgänge 'legal' oder 'normal' sind. Und wenn diese Abwälzung der Krisenlasten der angebliche 'Aufschwung' sein soll, ist das erst recht ein Grund, dieses ganze Gesellschaftssystem in Frage zu stellen. Die MLPD tritt deshalb als sozialistische Alternative zu den Europawahlen an.

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