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Wildwest bei Stauffenberg

Die Brotfabrik Stauffenberg in Gelsenkirchen ist aus der Insolvenz raus.

Nachdem vom Insolvenzverwalter aufgrund eines "Erwerberkonzepts" 99 Beschäftigte gekündigt wurden, hat eine neu gegründete "Stauffenberg GmbH & Co. KG" ab 1. Februar den Betrieb übernommen. Hinter ihr steht vermutlich der alte Eigentümer Ostendorf, der den Betrieb vorher an die Wand gefahren hat. Das Insolvenzrecht diente ihm als Instrument zur Durchführung eines bereits seit längerem geplanten Rationalisierungskonzepts ("rf-news" berichtete).

Da die Kündigungsfristen der entlassenen Kollegen aber überwiegend bis zum 30. April laufen, müsste ihnen die neue Gesellschaft zumindest bis zu diesem Zeitpunkt noch die Löhne zahlen. Doch nicht einmal dazu ist sie bereit: Das Arbeitsamt solle zahlen, wurde dem Anwalt der Kollegen am 27. Februar auf Anfrage mitgeteilt. Ein Vorgang, den selbst ein Richter beim Arbeitsgericht Gelsenkirchen als "Wildwest"-Methode kommentierte.

Der alte und neue Eigentümer setzt damit sein übles Spiel fort – auf dem Rücken der Beschäftigten und zusätzlich auf dem Rücken der Beitragszahler. Die betroffenen Kollegen werden ihre Löhne jetzt einklagen.

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