AUF verurteilt Fracking als Vergiftung des Trinkwassers

In einer Pressemitteilung von Auf Gelsenkirchen vom 5.6. spricht sich das Bündnis gegen das sg. "Fracking" aus:

Die Gewinnung von Gas durch "Fracking" und der damit verbundenen Einleitung von giftigen Substanzen ins Grund- und Oberflächenwasser wurde auf der letzten Sitzung des Ausschusses für Sport und Gesundheit einhellig als gesundheitsgefährdende Methode verurteilt. Petra Polz-Waßong, sachkundige Einwohnerin von AUF Gelsenkirchen, beurteilt das  "eine vorsätzliche Vergiftung des Trinkwassers, die unbedingt verhindert werden muss. Wasser ist ein Lebensmittel und wichtig für Mensch und Natur. Fracking gehört ohne wenn und aber verboten!"

80 % des Trinkwassers für Gelsenkirchen stammen aus Haltern, wo es auch beantragte Gebiete für das Fracking gibt.  Dagegen wenden sich viele Menschen, die  "Interessengemeinschaft gegen unkonventionelle Gasförderung" ist von Norddeutschland über das Münsterland bis hinein ins Ruhrgebiet dagegen aktiv. Auch in anderen Ländern, wie Frankreich und den USA formiert sich breiter  Widerstand gegen dieses Verfahren.

Martin Bödeker, Geologe von der Gelsenwasser AG nannte im Gesundheitsausschuss als weitere Gefahren bei der Fracking-Methode  unkontrollierte Gasaustritte an die Oberfläche und lokale Erdbeben. Er führte aus, dass in den Jahren 2002 bis 2008 in den USA 37 Mio Liter krebserregende Flüssigkeiten beim Fracking in den Boden gepumpt worden sind.

Petra Polz-Waßong sieht viele weitere Gründe, die Methode des Fracking konsequent abzulehnen. "Hier wird über ein Grundnahrungsmittel verfügt nach dem sogenannten Bergerecht. Behörden erteilten Genehmigungen ohne Umweltschutzauflagen über die Köpfe der Menschen hinweg. Die Kommunen werden in die Entscheidung erst gar nicht einbezogen, was absolut abzulehnen ist. Es ist für mich ein Beispiel dafür, wie weit die Profitsucht geht ohne Rücksicht auf  unsere Gesundheit und die weiteren Folgen."

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