20.1.12 - Auf Pressemitteilung: Gewerbegebiet im Naturschutzgebiet – nicht erst seit September 2011 kritisch

Zu begrüßen ist, dass die Stadt das Planverfahren für die Norderweiterung aussetzt und Schritte gegen den Fremdfirmenhof eingeleitet werden. "Aber – warum erst jetzt?" fragt sich Martina Reichmann.

Nicht erst seit September 2011 ist das längst überfällig! Schon 2010 hatte AUF vorgebracht: Bereits seit langem hat BP diese Fläche ohne planungsrechtliche Grundlage mittlerweile zu fast 50% intensiv bebaut mit Lagerflächen, Verkehrsflächen und Containerlagern für Zulieferfirmen (vgl. www.bing.com). Eine Umwelt- und naturverträgliche Planung sollte quasi im Nachgang erfolgen.

Dazu Birgit Jakobs, städtebaupolitische Sprecherin von AUF: "Der (nun auf Eis gelegte) Bebauungsplanentwurf nimmt nicht etwa eine mögliche neue Betriebsanlage zur Grundlage, sondern die bestehenden, bereits geschaffenen Anlagen. Diese werden vornehm in der Begründung für den Bebauungsplan als Baustelleneinrichtung bezeichnet. Es stellt sich hier die Frage, ob hier BP das Rechtsmäntelchen für die illegale Bebauung beschafft wurde bzw. jetzt beschafft werden soll?"
Übrigens: Auch in Horst wurde die als Ausgleichsfläche ausgewiesene Fläche für die Norderweiterung von BP ebenfalls mit Containern bebaut.

Mindestens genauso wichtig findet AUF-Gelsenkirchen, dass den Arbeitern der Fremdfirmen menschenwürdige Wohnunterkünfte zur Verfügung gestellt werden.

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