20.2.12 - Pressemitteilung von AUF: Hauptmarkt – Bebauung wird von vielen abgelehnt

Die Bürgerversammlung zur Hauptmarktbebauung war längst überfällig, dringend nötig und fand mit über 140 Leuten großen Zulauf. Die von über 100 Anwohnern und Händlern unterzeichnete Bürgerbeschwerde für eine solche Informationsveranstaltung der Stadt, die auch AUF unterstützte, erwies sich als voll richtig!

Dass der Hauptmarkt verschönert gehört – unbedingt! Dass er vielseitig genutzt werden soll, ja! Überhaupt nicht  einleuchten will es AUF Gelsenkirchen , dass es zu dem Credo des jetzt geplanten Klotzes keine Alternative geben soll! „Seit Jahren wurde immer davon geredet, dass gebaut werden muss, dass ein Investor gesucht wird. „Muss?? Wer hielt denn der Stadt die Pistole vor die Brust?“, hält Gudrun Wesener, Anwohnerin in der Hauptstraße, dem angeblichen Sachzwang entgegen.

Die angeblichen Gewinner, die anwesenden Anwohner, waren aber mehrheitlich der Meinung, dass die konkreten Pläne einen Verlust an Wohn- und Lebensqualität bedeutet.

Das zeigten die vielen Fragen, Bedenken, Zwischenrufe und Kritiken, die auf der Bürgerversammlung zum Ausdruck kamen und sich auf Parksituation, Verschattung der Wohnungen, Lieferverkehr, Verkehrsführung der Zukunft, Baulärm bezogen.

Warum man vorhandene Leerstände nicht zu Altenwohnungen umbauen kann, wurde nach Meinung von AUF nicht schlüssig belegt.

Die Frage des Demokratieverständnisses war auf der Bürgerversammlung eine, die sichtlich viele bewegte – die Menschen wollen für voll genommen und einbezogen werden, statt dass man ihnen im letzten Schritt das fertige Planungsergebnis präsentiert, wie jetzt geschehen.  Das ist Politik über die Köpfe der Gelsenkirchener! Wer verbreitet, dass der Protest gegen die Bebauung AUF-gesteuert ist, traut den Bürgern keine eigene Meinung zu. AUF versteht sich schon immer als Sprachrohr der Bürger und fühlt sich ihren Interessen verpflichtet.

An dieser Stelle sei noch gefragt, was denn daran eine Unterstellung ist, dass „dem Kapital ein Geschäftsfeld bereitet wird“ - wenn es pro Quadratmeter zinsgünstige Darlehen von 1000 Euro für die Investoren gibt?

Und nun – nichts mehr zu machen? „Wie das Ganze weiterläuft, da haben die Gelsenkirchner Bürger noch so manches Wort mitzureden! Und ob Hans-Sachs-Haus, das abgerissen werden sollte, oder Ortsumfahrung Rotthausen, die nach Protesten nicht umgesetzt wurde, zeigen mir – es ist nie zu spät, sich einzumischen!“ so Gudrun Wesener.

Mit freundlichen Grüßen

Gudrun Wesener

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