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27.1.12 - Auf-Pressemitteilung: Sieben plus und keine falsche Bescheidenheit

Als langjährig berufstätige Krankenschwester kann ich die Forderungen von Ver.di zur Tarifrunde im öffentlichen Dienst nur voll begrüßen – die „sechs bis sieben Prozent mehr für den öffentlichen Dienst“ finde ich voll berechtigt!

Erstens ist die Arbeitsbelastung im Pflegebereich enorm gestiegen und die Personaldecke äußerst löcherig. Nicht umsonst ist besonders die Forderung von Ver.di „Mein frei gehört mir“ bei uns auf der Arbeit wieder verstärkt in Diskussion gekommen.
Viele arbeiten am absoluten Anschlag, werden krank … Statt Löcher stopfen und moralischem Druck muss ausreichend Personal eingestellt und bezahlt werden. Auch die Mitarbeiterinnen in den städtischen Pflegeheimen müssen dringend entlastet werden.

Zweitens haben gerade junge Kollegen immer wieder befristete Verträge. Die Attraktivität in unserem Beruf ist ein großes Problem:  geringe Bezahlung, wenig Anerkennung. Da lernen die Jungen Pflegeplanung und Qualität. Vom Berufsalltag werden sie aber schnell eingeholt und ernüchtert. Die eigenen Ziele und das gelernte Wissen bleiben auf der „Waschsstrasse und bei der Fließbandpflege“ auf der Strecke. Für genügend Nachwuchs und Entlastung ist die  Übernahme nach der Lehre genau die richtige Forderung.

Auch die Forderung nach einem Festgeld in der Tarifrunde finde ich genau richtig, gerade für die unteren Lohngruppen.

Kein Geld da – heißt es für's Personal immer, während genügend Profite in Krankenhäusern umgesetzt werden. Die Qualität in der Arbeit muss gewährleistet und auch bezahlt werden! „Sieben plus“ ist meiner Meinung nach richtig im Sinne der gemeinsamen Interessen von Patienten und Mitarbeitern.

Martina Reichmann

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