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Ein Erfolg des Protestes - Abstand vom Kauf Karnap!

16.9.2013 - Martina Reichmann von AUF Gelsenkirchen bezieht Stellung:

„Erfreulich, dass jetzt die Stadtspitze offensichtlich Abstand vom Kauf der Müllverbrennungsanlage Karnap nimmt. AUF Gelsenkirchen hat als einzige Kraft im Ratder Stadt diesen Kauf vonAnfang an abgelehnt und öffentliche Diskussion verlangt. Sämtliche anderen Kräfte im Rat hatten dies abgelehnt. AUF hatte auch aufgedeckt, dassdie Kosten für alternative Lösungen von derStadtverwaltung manipulativ überhöhtdargestellt wurden. So verbucht AUF Gelsenkirchen den offensichtlich eingeleiteten Rückzieher klar auf sein Konto,"

so Martina Reichmann, sachkundige Einwohnerin für AUF im Betriebsausschuss Gelsendienste.

AUF Gelsenkirchen hat von Anfang an die klare Position vertreten: Der Kauf wäre die schlechteste aller Alternativen: Die Kommunehätte das Risiko der Überkapazitäten für Müllverbrennung zu tragen und müsste für die Auslastung derAnlage durch auswärtigen Müll sorgen. Sie würde außerdem der RWEdie hohen Kosten für eine alte Anlageabnehmen, Restlaufzeit 15 Jahre, die Kosten für Stilllegung/Rückbau sindebenfalls in diese Rechnung mit aufzunehmen.

AUF sieht sich auch bestätigt in der Auffassung, dass das brisante Thema Müll-Restmüllverwertung in die öffentliche Debatte gehört. Es ist empörend, wenn Stadtverordnete und sachkundige Einwohner die relevanten Informationen wieder einmal eher aus der Medien als aus Informationen der Stadtverwaltung erhalten. Die katastrophalen Folgen der Giftmüll-Deponierung unter Tage für das Ruhrgebiet zeigen:

Es muss heute vor allem um Wege zu einem Ausstieg aus der Müllverbrennung gehen und zu einer vollständigen Kreislaufwirtschaft – wofür es durchaus innovative Ansätze gibt.

Ein erster Schritt für die Stadt liegt nach Meinung von AUF in der Ausarbeitung eines perspektivischen Müllkonzepts.

Mit freundlichen Grüßen

Martina Reichmann

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