17.1.12 - Entschiedener Protest gegen faschistische Umtriebe auf der 374. Montagsdemo

Die 374. Montagsdemo verurteilte in einer einstimmigen Resolution der ca. 60 Teilnehmer die Störung der Kundgebung durch vier neofaschistische Jugendliche. Was war passiert?

Der Zwischenfall ereignete sich, als Lisa Gärtner, Vorsitzende des Jugendverbands REBELL, von der begeisternden Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Demonstration berichtete. Mit Gästen aus anderen Ländern hatte es in Berlin einen interessanten Erfahrungsaustausch gegeben, unter anderem mit einem Sprecher der norwegischen Gruppe "Serve the People - Communist League of Norway". Er hatte von einer antikommunistischen Hetzkampagne in den Medien berichtet, die darauf abzielte, der antirassistischen Organisation "SOS Racism" die staatlichen Gelder zu entziehen. Das zielt seiner Meinung nach darauf ab, dass die bürgerlichen Rechte und Freiheiten für Kommunisten nicht gelten sollen.

Auf der gestrigen Montagsdemo ging Lisa Gärtner auch auf die aktuelle Situation ein, dass Breivik als Einzeltäter deklariert wird und die Verstrickung von DSU und Verfassungsschutz immer offensichtlicher wird. Diese Thema forderte vier Neofaschisten heraus, die schon einige Zeit zuvor am Rand der Kundgebung das Geschehen beobachtet hatten. Ihre Kleidung trug die Zeichen „Anti-Antifa“, was ihre eindeutig faschistische Gesinnung beweist. Sie störten die Montagsdemo erheblich durch laute Zwischenrufe und Pöbeleien, nahmen Breivik in Schutz und agierten gegen die antifaschistische Rede. Umstehende Passanten kriegten mit, wie sie die weitere Störung der Montagdemonstration überlegten und über Handy telefonierten.

 

Martina Reichmann verwies sie als Anmelderin von der Kundgebung. In mehreren Redebeiträgen unterstrichen Montagsdemonstranten den von Anfang an antifaschistischen Charakter der Montagsdemo: „Wir werden uns solche Umtriebe nicht gefallen lassen! Wir fordern das sofortige Verbot aller faschistischen Organisationen.“ Das wurde mit einer einstimmigen Protesterklärung bekräftigt. Die Montagdemo ist fest entschlossen, mit der Solidarität von Antifaschisten und der breiten Bevölkerung allen neofaschistischen Angriffen entschieden entgegenzutreten.

Die Montagdemo wird sich auch an die Polizei in Gelsenkirchen wenden (sie war am 16. Januar nicht dabei), damit auf den Kundgebungen solchen Machenschaften Einhalt geboten wird.

Am Montag, den 23.1.2012 2011 findet am Platz der Montagsdemo, ehemals Preuteplatz ab 17.30 Uhr die 375. Gelsenkirchener Montagsdemonstration als Tag des Widerstands statt - gegen Hartz IV und gegen alle faschistischen Umtriebe und Angriffe!

Mit freundlichen Grüßen

Martina Reichmann

i.A. der Bürgerbewegung

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