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414. Montagsdemo bereitet europaweiten Streik- und Aktionstag vor

Die 414. Montagsdemo in GE mit ca. 60 Teilnehmer/innnen und interessierten Zuhörern stand ganz im Zeichen des bevorstehenden europaweiten Streik- und Aktionstages. Für diesen Tag ruft die Montagsdemo zur gemeinsamen Kundgebung und Demonstration auf. Sie reiht sich damit ein in die vielen kämpferischen Initiativen in Betrieben, Gewerkschaften und auch der bundesweiten Montagsdemonstration.

In vielen Redebeiträgen unterstrichen die Redner am offenen Mikrofon die gewichtigen Gründe, uns dem europaweiten Protest und Streik anzuschließen – wie die aktuelle Auseinandersetzung um die angedrohten 150 Entlassungen beim Automobilzulieferer TRW in Gelsenkirchen.

Gerd Labatzki, IGM-Betriebsrat/Vertrauenskörperleitung bei Küppersbusch, erklärte, dass gerade unsere Jugend und  die nächste Generation Arbeitsplätze brauchen. Für sie ist der europaweite Streiktag ein wichtiger Tag, um gemeinsam mit den älteren Kollegen auf die Straße zu gehen.  „Für die  Herrschenden sind die Jugendlichen, die sich wehren, Quertreiber oder Störenfriede. Gerade auf die Jugend werden aber die Krisenlasten abgewälzt und für sie ist es umso wichtiger, dass sie sich zusammenschließen und auf diese Art und Weise um ihr Recht kämpfen.“

Stefan Engel, Vorsitzender der MLPD, betonte die Bedeutung dieses ersten länderübergreifenden europäischen Generalstreiks in der Geschichte und des internationalen Zusammenschlusses von Arbeiter/innen und Angestellten, Leiharbeitern, Auszubildenden.

Dass Hartz IV vom Tisch muss, brachte Thomas Kistermann klar und deutlich zum Ausdruck: „Auch nach 8 Jahren ist unsere Forderung hochaktuell, wir werden sie am 14. November auf die Straße tragen.“ Dass die unsoziale Praxisgebühr vom Tisch muss, brachte er immer wieder auf den Montagsdemonstrationen vor – es ist ein Erfolg, dass sie am 10.11.12 durch Bundestagsbeschluss fiel. Sein Kommentar zur Sendung von Günther Jauch: „Ein Packer, als Leiharbeiter beschäftigt,  sprach die bürgerlichen Politiker direkt in dieser Sendung an,  dass sie mit Sicherheit für einen Stundenlohn von 8,50 Euro niemals arbeiten würden  - und keiner von ihnen hat darauf nicht einmal ansatzweise reagiert und geantwortet.“

Alle Teilnehmer unterschrieben eine Karte für einen schwer erkrankten Montagsdemonstranten, sie wird ihm verbunden mit den besten Wünschen im Krankenhaus in Gelsenkirchen-Horst übergeben.

Mit freundlichen Grüßen

Martina Reichmann

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