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Großes Fest acht Jahre und 400ste Montagsdemo

Rund 200 Gäste feierten dieses Jubiläum mit einem mitreißenden Fest, zuversichtlich und optimistisch, dass die Montagsdemo ihre Ziele erreichen wird. Am offenen Mikrofon gab es viele Redebeiträge, witzige und erhebende Kulturbeiträge. Ausgehend von der Montagsdemo wurde dieses offene Mikro auch in anderen Bewegungen und Ländern aufgegriffen und ist ein hohes Gut.

Geburtstagsgrüße kamen unter anderem aus Athen, von wo aus die griechischen Stahlarbeiter der deutschen Montagsdemo und insbesondere der Gelsenkirchener gratulierten und dankten, die die Solidarität mit ihnen über Ländergrenzen hinweg initiiert und vorangebracht hatte. Zum Fest gab es aus diesem Anlass dann auch das Lied der griechischen Stahlarbeiter aus Aspropirgos, einen griechischen Tanz und Kulinarisches.
Die internationale Seite war seit 2004 mit Beginn ein fester Bestandteil der Montagsdemo und hat deutlich an Gewicht gewonnen. Das Fest stand unter dem Motto „Montagsdemo International“.
Auch zwei junge Leute aus Zaragossa wurden in diesem Sinne herzlich begrüßt, die aus Spanien berichteten. Bei ihnen finden „Donnerstagsdemonstrationen“ statt, die junge Frau kommt aus dieser Bewegung „M 15“. Der Name bezieht sich auf das Gründungsdatum, den 15. März. Neue Kontakte mit der Montagsdemo hier wurden geknüpft.

Besonders erhebend war die Premiere eines Liedes der spanischen Bergarbeiter „Santa Barbara Bendita“, das Montagsdemonstranten eingeübt hatten. Dieses Lied sangen auch die spanischen Bergarbeiterfrauen, als sie zum Parlament zogen, und sich keiner traute, sich ihnen entgegen zu stellen.
Grüße an das Geburtstagskind überbrachte auch der Frauenverband Courage mit einem Gedicht. Die Koordinierung des weltweiten Widerstands wird in der Frauenbewegung aktiv vorangebracht, die auch fester Bestandteil der Montagsdemo ist.
Mit einem Rückblick und Ausblick zog die Montagsdemo ihr Fazit. Redner am offenen Mikrofon brachten ein, dass die Krisenentwicklung vor Deutschland keinesfalls Halt machen wird, und dass die Montagsdemo großes Potential hat, den Widerstand gegen diese Angriffe zu organisieren. Sie hat sich in acht Jahren gestärkt, ist so jung, ideenreich wie zu Beginn und wird mit dieser Zuversicht am 6. Oktober 2012 zur nächsten großen Herbstdemonstration der bundesweiten Montagsdemobewegung nach Berlin fahren und Mitstreiter dafür gewinnen, Ariane, eine junge Frau brachte es in einem Beitrag auf den Punkt: „Mir ist im Lauf der Zeit aufgefallen, dass viele Menschen sich hängen lassen, an sich selber zweifeln. Aber sie sind nicht die Schuldigen, das liegt an der Politik, das ist eine Taktik, die dahinter steckt. Jeder Mensch braucht eine vernünftige Arbeit, eine Bestätigung, eine Hoffnung und ein Ziel. Ich möchte die Menschen ermutigen, sie sollen sich trauen, sich zu wehren. Jeder kleine Schritt ist was wert.“
Bis auf einen kurzen Schauer, bei dem der Sirtaki quasi zum „Regentanz“ wurde, fand das Fest bei schönem Wetter statt und trafen sich viele alte und neue Freunde der Montagsdemo, gesellten sich Passanten dazu. Für die Stärkung von Leib und Seele der Festgäste war mit Gegrilltem und einem internationalen Buffett bestens gesorgt. Für gute Stimmung und Bewegung bei Tanz sorgte DJ Kaveh.

Mit freundlichen Grüßen

Martina Reichmann

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