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19.10. - Leserbrief zur Kündigung von Barbara Emmely

Montagsdemonstrant Thomas Kistermann richtet sich in seinem Leserbrief an den Manager der Kaiser´s Kunternehmensgruppe in Berlin:

Leserbrief an den Regionalmanager der Unternehmensgruppe Kaiser`s Tengelmann in Berlin, Tobias Tuchlensky gegen die unmögliche und ungerechte Kündigung von Barbara Emmely

Sehr geehrter Herr Tuchlensky,                            

es ist einfach unglaublich, dass Sie die Supermarkt-Kassiererin Barbara Emmely aus Berlin nach 31 Jahren so einfach gekündigt haben, nur weil Sie zwei Pfandbons von insgesamt 1,30 Euro unterschlagen haben soll.

In der ARD-Sendung Anne Will am Sonntag, den 11. Oktober 2009 um 21.45 Uhr behaupteten Sie tatsächlich, Sie hätten es lückenlos nachgewiesen, dass die Supermarkt-Kassiererin Barbara Emmely die zwei Pfandbons von insgesamt 1,30 Euro unterschlagen haben soll und diese dann auch noch bei ihren Kolleginnen an der Kasse eingelöst hätte.

Ich bin Sprecher und auch einer der Moderatoren der Gelsenkirchener Montagsdemonstration und habe im März 2009 eine Solidaritätserklärung an Barbara Emmely geschrieben und die Montagsdemonstration Gelsenkirchen kann deshalb Ihre Behauptung so nicht stehen lassen, dass Barbara Emmely die zwei Pfandbons tatsächlich an sich genommen haben soll.   

Die Montagsdemonstration Gelsenkirchen stellt hiermit fest: Es ist nicht erwiesen, dass Barbara Emmely die zwei Pfandbons an sich genommen hat und somit dann auch noch bei ihren Kolleginnen an der Kasse eingelöst haben soll.

Außerdem sagten Sie vor laufender Kamera, dass Barbara Emmely Charakterschwach sein soll. Diese Behauptung kann auch nicht stimmen, weil sie 31 Jahre lang in Ihrem Unternehmen beschäftigt war und weil Barbara Emmely einen Betriebsrat gründen wollte. Hinzu kommt, dass sie auch als Streikführerin bekannt war.

Dass sagten Sie aber nicht im Fernsehen und diese wichtige Information hält natürlich auch die bürgerliche Presse und die Tagesschau aus taktischen Gründen zurück.

Die Montagsdemonstration Gelsenkirchen kann nur hoffen, dass Barbara Emmely ihren Prozess in der dritten Instanz beim Bundesarbeitsgericht in Berlin gewinnt.

Die Montagsdemonstration Gelsenkirchen stellt hiermit fest: „Sie Herr Tuchlensky wollten Barbara Emmely einfach nur loswerden.“

Wir werden auch in Zukunft Barbara Emmely solidarisch unterstützen und selbstverständlich voll hinter ihr stehen. Dies werden wir auch weiterhin auf der bundesweiten Montagsdemonstrationsbewegung bekannt machen, welche Mittel und Methoden Sie skrupellos anwenden , um unbequeme Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter irgendwann auf solche Art und Weise einfach los zu werden.  

 Mit freundlichen Grüßen

Thomas Kistermann  

Gelsenkirchen, den 19. Oktober 2009

 

 

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