28.10.11 - Rettungsschirme - keine Rettung, sondern Verderben für die Bevölkerung

Die 363. Gelsenkirchener Montagsdemo hatte die Rettungsschirme zum Thema. Am offenen Mkrofon entfaltete sich die Debatte, wer überhaupt Nutznießer dieser "Beschirmung" ist. Fakt ist - die Rettungsschirme helfen nur den großen Banken, während die einfachen Leute und Arbeiter im Regen stehen und dafür zur Kasse gebeten werden. Seit 1964 bis heute wurden nie Schulden abgebaut, sondern nur immer wieder umgeschuldet!

Die Rolle der Großbanken nahmen Redner unter die Lupe. Von jeder Million Euro, die die Banken vor zehn Jahren dem griechischen Staat geliehen haben und die jetzt voll zurückgezahlt werden müssten, wurden jährlich 5 bis 6 Prozent Zinsen kassiert! Das heißt, dass sie mindestens die Hälfte des verliehenen Gelds als Profite kassierten, ganz zu schweigen von den weiteren Spekulationsgewinnen an den Börsen.

Die Hetze gegen die "faulen Griechen" ist eine üble Stimmungsmache in den Medien, die von den wahren Verursachern der Krise ablenken soll. "Wir sind alle Griechen", hat die Montagdemonstration Gelsenkirchen schon oft unterstrichen!

Wenig Glauben ist auch den Arbeitslosenstatistiken zu schenken. Thomas Kistermann, selbst arbeitslos, führte dazu aus: "Wieder mal berichtet die Bild-Zeitung, dass es zurzeit in ganz Deutschland "nur" etwa 2,8 Millionen Arbeitslose gibt. Aber wie viele rausgerechnet werden, steht nicht drin!  Arbeitslose, die auf 400 Euro-Basis arbeiten, fallen genauso aus der berühmten Arbeitslosenstatistik heraus, wie die, die einen privaten Vermittler haben, 58 Jahre alt sind oder Arbeitslose, die ein Bewerbungstraining absolvieren und weitere ...."

Besucher von Montagsdemonstrationen aus Berlin und München überbrachten solidarische Grüße und berichteten aus ihren Städten.

Am Montag, den 31.10.2011 2011 findet am Platz der Montagsdemo, ehemals Preuteplatz  ab 17.30 Uhr die 364. Gelsenkirchener Montagsdemonstration als Tag des Widerstands statt - gegen Hartz IV und für die sofortige Stilllegung aller AKW's weltweit.

Mit freundlichen Grüßen

Martina Reichmann

i.A. der Bürgerbewegung

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