Am 17. Januar 2011 hat die 324. Gelsenkirchener Montagsdemonstration stattgefunden!

Wie jeden Montag am Platz der Montagsdemo, ehemals Preuteplatz in der Gelsenkirchener Innenstadt führten wir ab 17.30 Uhr eine Kundgebung durch. Schwerpunkt unserer Demonstration: Weg mit Hartz IV, dass Volk sind wir!

Etwa 50 Montagsdemonstranten und Passanten versammelten sich auf dem Kundgebungsplatz und hörten natürlich sehr aufmerksam zu, als ich dass offene Mikrofon ergriff und sagte:

„Mein Name ist Thomas Kistermann und ich unterstütze heute wieder die Stadtverordnete Monika Gärtner-Engel und Moderatorin der Montagsdemo Gelsenkirchen, in dem ich ihr Co-Moderator werde. In Tunesien hat es jetzt tatsächlich das Volk durch richtigen aktiven Widerstand geschafft, ihren Diktator ins Exil zu schicken. Denn die dort lebenden Menschen wurden immer wieder betrogen und belogen und es wurde natürlich auch alles auf der gesamten Bevölkerung  abgewälzt. Die bundesweite Montagsdemonstrations-Bewegung in über 100 Städten Deutschlands muss noch stärkeren Widerstand gegen die Regierung in Berlin zum Ausdruck bringen, in dem noch mehr Menschen sie aktiv unterstützen.

Dann besteht sogar die Möglichkeit, dass wir es gemeinsam irgendwann schaffen, unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihren Außenminister und Vizekanzler

Guido Westerwelle auch ins Exil zu schicken. Außerdem hat ein Armuts-Forscher am Sonntag, den 16. Januar 2011 um 21.45 Uhr in der ARD-Sendung bei „Anne Will“ klar und deutlich zum Ausdruck gebraucht, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht. Mann nennt das in der Fachsprache einen Paternoster-Effekt. Die Reichen werden immer Reicher und steigen auf, die Armen werden immer Ärmer und so auf dieser Art und Weise weiter nach unten gezogen.“

Daraufhin bekam ich einen sehr großen Applaus!      

Willy Mast ergriff als nächstes das offene Mikrofon und sagte:

„Es liegt doch klar auf der Hand, dass die Arbeitslosenzahlen immer wieder heruntergeschraubt und so die Statistik manipuliert wird.“         

Toni Lenz ist Kreisvorsitzender der MLPD Gelsenkirchen und sagte am offenen Mikrofon:

„Antikommunistische Hetze wurde in den letzten Tagen im Fernsehen – nämlich in politischen Talk-Shows unter anderem bei Anne Will ( ARD ) und Maybrit Illner ( ZDF )  – verbreitet und der Kommunismus so schlecht wie möglich gemacht und falsche Behauptungen in den Raum gestellt. Denn 72 % der Menschen im Westen und 80 % der Bevölkerung im Osten können sich sehr gut vorstellen, in einem sozialistischen Staat zu leben. Die meisten Menschen suchen schon lange nach einer Alternative. Und die Herrschenden haben natürlich sehr große Angst davor.“ 

Dann ergriff Peter Reichmann das offene Mikrofon und sagte:

 „Bei Pilkington hier in Gelsenkirchen wurde die Wochen-Arbeitszeit von 37,5 Stunden auf 40 Stunden erhöht und die Löhne sind an der Armuts-Grenze, sodass man davon wirklich kaum noch leben und eine Familie gesund ernähren kann.“   

Anschließend demonstrierten wir mit Transparenten und einem

Montagsdemonstrations-Transparent durch die umliegenden Straßen.

Während des Umzugs ergriff Hauptmoderatorin Monika Gärtner-Engel das offene Mikrofon und sagte ebenfalls klar und deutlich:

„Die Montagsdemonstrations-Bewegung ist natürlich auch solidarisch mit den lebenden Menschen in Australien, die vor allem von der schlimmsten Hochwasserkatastrophe betroffen sind und ihr Hab und Gut verloren haben. Das Hochwasser hat einen Großteil des Nordostens

Australiens unter Wasser gesetzt. Es ist wirklich kaum vorzustellen und hier in Deutschland  diese Situation Nachvollzuziehen, dass das betroffene Gebiet inzwischen so groß wie die Fläche Frankreichs und Deutschlands zusammen ist, mindestens 22 Orte sind vollkommen überschwemmt und so gut wie nicht Bewohnbar. Seit vor Weihnachten anhaltenden starken Regenfällen ließen die Flüsse über die Ufer treten und den Wasserpegel stellenweise bis auf neun Meter ansteigen. Mehr als 200.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und befinden sich zurzeit in Notunterkünften, was aber nur vorübergehend und nicht über einen längeren Zeitraum eine Lösung sein kann.“  

Es war eine tolle Kundgebung und jeder kam bei uns am offenen Mikrofon zu Wort und es war auch eine tolle Demonstration durch die umliegenden Strassen.

Die Gelsenkirchener Montagsdemonstration ist und bleibt nicht nur einzigartig, sondern sie ist natürlich auch ein richtiges Phänomen!

Am Montag, den 24. Januar 2011 findet am Platz der Montagsdemo, ehemals Preuteplatz ab 17.30 Uhr die 325. Gelsenkirchener Montagsdemonstration satt!

 

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Kistemann

i.A. der Bürgerbewegung

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