Rosen und weiße Bänder für die Menschen in Japan - Wort und Tat für die sofortige Stilllegung aller AKW

Die 333. Gelsenkirchener Montagsdemonstration am 21.3.2011 mit 50 bis 70 Teilnehmern stand im Zeichen der Trauer und des entschiedenen Proteste anlässlich der Atomkatastrophe in Japan. Schweigend der Opfer zu gedenken, aber nicht schweigen zu dieser Katastrophe, den Widerstand formieren, das sieht die Montagsdemo als wichtigsten Beitrag der Solidarität und des weltweiten Kampfes gegen die Atompolitik.

Diesen Protest brachten unter anderem Teilnehmer von der Bürgerbewegung für Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz, des Frauenverbandes Courage, des Jugendverbandes Rebell, der MLPD, der DKP und von AUF Gelsenkirchen in Wortbeiträgen, mit Schildern und Transparenten zum Ausdruck, viele Passanten hörten zu.

Nach der Kundgebung ging der Demonstrationszug mit geänderter Route zum Bahnhofsvorplatz. Dort reihten sich die Montagsdemonstranten in die Mahnwache ein, zu der Grüne und Linke aufgerufen hatten. Schweigend waren unsere Gedanken bei den Menschen in Japan, weiße Bänder hatten sich Teilnehmer der Montagsdemo aus Solidarität mit ihnen umgebunden, die Farbe der Trauer dort. Weiße Rosen legten viele nieder als Zeichen der Verbundenheit, rote Rosen mit weißen Bändern als Zeichen dafür, dass wir den Kampf gemeinsam aufnehmen gegen die unverantwortliche und über Leichen gehende Politik der Regierungen und Atomkonzerne.

Vieviel Bedürfnis besteht, sich zu informieren und aktiv zu werden, zeigte die  aufgewühlte, engagierte Debatte am offenen Mikrofon. "Es kommt einer Kriegsberichterstattung gleich, wie das Ausmaß dieser Katastrophe verharmlost wird", äußerte sich Peter Reichmann, der als Diplomphysiker seit vielen Jahren aktiv ist gegen die Atomenergie und über die Lage dort sachkundig informierte. Einhellige Meinung ist, das ist keine Naturkatastrophe, sondern eine vermeidbare Atomkatastrophe, verschuldet durch das unverantwortliche Handeln der Regierung und Energiekonzerne weltweit. Der weitere Bau von 400 Atomkraftwerken auf der ganzen Welt ist geplant, mit sprudelnden Milliardengewinnen für die Energiemonopole und unbeherrbaren Folgen - dagegen muss sich der energische Widerstand zur sofortigen Stilllegung aller AKW's richten, in den die Montagsdemonstration in Gelsenkirchen sich entschlossen einreiht.

 

Mit freundlichen Grüßen

Martina Reichmann

i.A. der Bürgerbewegung

Artikelaktionen