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Solidarität mit dem Kampf der Opelaner um ihre Arbeitsplätze!

Auf der Montagsdemonstration am 25. Februar 2013 stand die Situation der arbeitenden Menschen im Ruhrgebiet im Mittelpunkt.

Mehrere Redner am offenen Mikrophon prangerten die sich rasant verschlechternden Zustände an:

Hundert-Tausende Menschen mit Vollarbeitszeit können von ihrem Niedriglohn nicht leben und müssen zusätzlich Sozialhilfe beantragen.

  • Die Situation für Jugendliche, von denen inzwischen in NRW nur noch jeder zweite einen Ausbildungsplatz findet, ist einfach ein Skandal. Viele werden dann nach der Ausbildung nicht übernommen,
  • TRW entlässt einen großen Teil der Belegschaft und in vielen Betrieben im Ruhrgebiet sind Massenentlassungen angekündigt wie im Stahlbereich.
  • Die drohende Stilllegung des Opelwerks in Bochum betrifft nicht nur die dort Beschäftigten, sondern tausende in Fremdfirmen und von Zulieferbetrieben.

Es handelt sich um einen regelrechten Kahlschlag.

Der Hintergrund ist, dass die Banken und Konzerne, samt ihren Politikern, die nun seit 4 Jahren andauernde Weltwirtschafts- und Finanzkrise nicht in den Griff kriegen.

Jetzt versuchen sie, einen weiteren drohenden Absturz mit Stilllegungen und Entlassungen zu begegnen. Das führt zu einem aggressiven Kurs gegen die Lebensgrundlage tausender Menschen.

Aber auch der Widerstand dagegen wächst, wie an der heutigen, lang andauernden Betriebsversammlung bei Opel zu sehen ist. Das ist ein wichtiges Signal.

Die Montagsdemonstration unterstützt einmütig den am Sonntag, 3. März in Bochum durchgeführten Aktionstag als Signal des Widerstandes gegen die Krisenpolitik, von der das gesamte Ruhrgebiet betroffen ist, besonders die Jugend. Wo sollen denn die Jugendlichen hin, wenn all diese Arbeitsplätze vernichtet werden?

Auch wenn die Konzernleitung von GM in Detroit die Schließung verkündet und uns glauben machen will, dass die „Sache gelaufen“ sei: wir können das ändern, wenn wir zusammenstehen! Die Schließung des Opelwerks wurde schon mehrfach verkündet und mehrfach abgewehrt, 2004 durch den 7-tägigen Streik der Belegschaft!

Wenn die GM-Konzernleitung auf einen breiten und massiven Widerstand im Ruhrgebiet stößt, wird sich sehr wohl überlegen, ob der politische Preis nicht zu hoch wird, wenn sie das Opelwerk dicht macht. Es liegt also an uns.

Die Montagsdemonstration fordert die Gelsenkirchner auf, ihre Solidarität mit dem Kampf der Opelaner um ihre Arbeitsplätze zu zeigen und sich breit an dem Aktionstag der Opelaner am 3. März zu beteiligen.

Am Montag, 4. März 2013, findet ab 17.30 Uhr nächste Gelsenkirchener Montagsdemonstration am Platz der Montagsdemo – ehemals Preuteplatz statt.

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Ankündigung und Teilnahme.

Christoph Wilhelm

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