Zum internationalen Umweltkampftag 3.12.2011

Redebeitrag des Kreisvorsitzenden Toni Lenz:

    Liebe Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener!

 

Global denken – lokal, regional und global handeln“

heißt es im Aufruf zur gemeinsamen Aktion heute in Gelsenkirchen.

Das halte ich für einen sehr wichtigen Vorsatz!

    Und ich möchte kämpferische Grüße an die Menschen auf der ganzen Welt senden, die heute demonstrieren:

    - an die AKW-Gegner an der Südspitze Indiens, die seit 6 Monaten ohne Unterbrechung kämpfen, mit Demonstrationen und Straßenblockaden von Zehntausenden;

    - an die Bergarbeiter in Peru, die die größte Goldmine bestreiken, weil die amerikanischen Konzernbosse ohne Rücksicht auf Verluste die Umwelt deformieren (und u.a. Trinkwasserreservoirs unbrauchbar machen);

    - an die Bauern in der Nord-Türkei, die heute demonstrieren gegen große Wasserkraftwerke, die ihre Lebensgrundlagen zerstören;

    und an viele tausende mehr!

    Die Umweltbewegung ist heute noch sehr zersplittert. Früher haben manche Umweltschützer gesagt „global denken - lokal handeln“.

    Aber wenn jeder nur an seine Stadt denkt, dann können wir es nicht ändern, dass heute die Lebensgrundlagen der Menschheit weltweit bedroht sind.

    Wir können gegen die Herrschenden der Welt nur dann gewinnen, wenn wir zu einer überlegenen Kraft werden!

    Als 2009 der UNO-Klimagipfel in Kopenhagen gescheitert ist, demonstrierten 200 000 Menschen und setzten ein Signal für die Entwicklung einer weltweiten Widerstandsfront.

    Die MLPD unterstützt es als Mitglied der ICOR, den 3.12. als internationalen Kampftag zur Rettung der Umwelt zu begehen.

Die ICOR – das ist die internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen. Sie wurde im Oktober 2010 gegründet, und ihr gehören inzwischen 42 Parteien und Organisationen an aus 33 Ländern. Sie führt gemeinsam mit dem ILPS (der internationalen Liga für den Kampf der Völker) eine einjährige Kampagne durch für die Stillegung aller AKW's auf Kosten der Betreiber! In der ILPS sind 200 Organisationen aus 40 Ländern mit einem Schwerpunkt in Asien.

Nur wenn wir uns weltweit zusammenschließen und organisieren,

können wir den Kampf zur Rettung der Umwelt gewinnen!

 

    Das internationale Finanzkapital wird uns nicht den Gefallen tun und „umdenken“.

    Im Gegenteil: sie führen einen gnadenlosen Konkurrenzkampf um die knapper werdenden Ressourcen und stellen sich sogar auf Kriege darum ein, z.B. um die Rohstoffe unter dem Nordpol.

    Und auf Unterdrückung, wie letzte Woche gegen die Castor-Gegner, mit einer großangelegten Bürgerkriegsübung.

Wir müssen ihnen die Welt aus der Hand nehmen!

 

In den Medien wird oft verbreitet, „der Mensch“ würde die Umwelt zerstören. Aber es liegt nicht „am Menschen“ – es liegt am kapitalistischen Profitsystem. Bei vielen Menschen hat sich das Umweltbewusstsein stark entwickelt, gerade bei der Jugend.

Der Mensch ist in der Lage, in Einheit mit der Natur zu leben und sie ständig höherzuentwickeln.

Kürzlich habe ich im Fernsehen gesehen, dass sich die Wüste Gobi in China immer weiter ausdehnt und bald Peking erreicht hat.

Da habe ich mich daran erinnert, dass zu Zeiten Mao Tsetungs, als China noch sozialistisch war, die Menschen durch gezielte Bepflanzungen und Besiedlungen die Wüste Gobi immer weiter zurückgedrängt und ihr immer mehr fruchtbares Land abgerungen hatten. Das war möglich, weil die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt gestanden haben, und nicht der Profit wie heute.

Deshalb kämpft die MLPD für den echten Sozialismus und die vereinigten sozialistische Staaten der Welt. Damit unsere Jugend eine Zukunft hat.

 

    Beteiligen Sie sich

    am aktiven Widerstand zur Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft!

    Uns allen einen erfolgreichen Tag!

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