An die unermüdlichen Umweltkämpfer-innen im Hambacher Forst

Wir, die Umweltgruppe der MLPD (Marxistisch-leninistische Partei Deutschlands) im Kreis Gelsenkirchen-Bottrop-Gladbeck hat große Hochachtung vor eurem Kampf für den Erhalt des letzten Stücks Naturgut, dem Eichenwald Hambacher Forst.

Wir sind empört über das bereits begonnene brutale und skrupellose Vorgehen der Polizei gegen euch, die ihr bereits seit nun mehr sechs Jahren mit eurem unermüdlichen Kampf einen großen Beitrag zum Erhalt des letzten Stücks eines12.000 tausend Jahre alten Waldes leistet. Wir sehen hierin ein Symbol des Wiederstandes für alle Umweltschützer international.

Hier zeigt RWE, als einer der ganz großen global aktiven Umweltverbrecher, seine wahre Fratze:

RWE, als internationales Übermonopol, betreibt aus reinem Streben nach Höchstprofiten, die vollständige Vernichtung des Hambacher Forstes. Sie gehen dabei buchstäblich über Leichen. Sie halten fest an der zerstörerischen Ausweitung des Braunkohle-Tagebaus und der Verbrennung der Braunkohle. Weltweit sind sie sich dabei mit IHRESGLEICHEN einig!

Sie tun das, über alle wissenschaftlichen Erkenntnisse hinweg. Wohl wissend, dass nur der sofortige weltweite Ausstieg aus der fossilen Verbrennung und die Rettung ALLER noch verbliebenen Wälder auf der Erde die nötigen Voraussetzungen schafft für die Senkung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre. Das wäre zumindest EIN wichtiger Faktor zur Verhinderung einer globalen Umweltkatastrophe. Für die wir das kapitalistische Sytem in der Verantwortung sehen.

Die Politiker der Landesregierung NRW, machen sich an diesem Verbrechen des RWE-Monopols ganz und gar mitschuldig. Denn sie sind Auftraggeber der bereits stattgefundenen brutalen Polizeieinsätze im Hambacher Forst. Und jetzt hat Ihre Polizei Order dort mit dem größten Polizeieinsatz der Geschichte NRWs gegen die Umweltaktivisten an zu rücken. Wir verurteilen diese kriminelle Willkür auf das schärfste!

Mit dem neuen Polizeiaufgabengesetz öffnen sie jeder Überwachung, Bespitzelung und Verhaftung Tür und Tor. Jeder kann verdächtig sein. Nicht zuletzt wenn es gegen die Kämpfe in der Umweltbewegung geht und das weltweit. In den Medien werden Bilder und Szenarien geschaffen um diese Gesetze zu rechtfertigen mit dem Versuch die Bevölkerung zu manipulieren und um die Umweltschützer zu kriminalisieren.

Wir als MLPD-Umweltgruppe sind zusammen mit der Bergarbeiterbewegung „Kumpel für Auf“ aktiv gegen die Schließung der letzten beiden Steinkohlezechen, denn Steinkohle ist ein viel zu wertvoller Rohstoff, als dass man ihn zur Energiegewinnung verbrennt. Gleichzeitig kämpfen wir gegen die Flutung stillgelegter Kohleschächte, was einen späteren Abbau der wertvollen Kohle unmöglich machen würde. In vielen stillgelegten Schächten ist Giftmüll und PCB eingelagert. Bei der Flutung der Schächte mit Grubenwasser besteht die akute Gefahr das Böden und Trinkwasser vergiftet werden.

Wir laden euch herzlich zur große Veranstaltung am 6. Oktober in Gelsenkirchen ein, über den legendären Bergarbeiterstreik in Jahr 1997. Vielleicht könnt ihr eine Delegation schicken. Bergleute haben weltweit eine große kämpferische und revolutionäre Tradition. Unser besonderes Anliegen gilt der Einheit von Arbeiter- Und Umweltbewegung.

Euer Widerstand ist auch unser Widerstand!

 

Ganz liebe, kämpferische Grüße

von der Umweltgruppe MLPD Gelsenkirchen-Bottrop-Gladbeck

Gelsenkirchen, den 05.09.2018

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