Stadtbürokraten von Gladbeck in Alarmbereitschaft

04.10.14 – Bei herrlichem Spätsommerwetter führte heute der Kreisverband Gelsenkirchen/Bottrop/Gladbeck einen großen Informationsstand in der Gladbecker Fußgängerzone durch. Im Mittelpunkt stand die Werbung für das Buch „Katastrophenalarm – Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“

 

Über 500 Werbeflyer waren bereits an die Bürgerinnen und Bürger verteilt, als ein Vertreter  des Ordnungsamts,  verstärkt durch einen Polizeihauptkommissar, erschien und die Standgenehmigung und den sogenannten „Reisegewerbeschein“ von uns verlangte. Was war das Verbrechen? Wir hatten doch glatt interessierten Gladbeckern das Buch auch zum Kauf angeboten und unter den Augen der Obrigkeit sogar verkauft. Das rief die Herren auf den Plan und die geballte Staatsgewalt verfügte ein Verkaufsverbot, da wir ja keinen „Reisegewerbeschein“ vorweisen konnten. Auch der Verweis darauf, dass seit Jahren die MLPD  Informationsstände durchführt und Zeitungen und auch sonst lesenswerte Literatur ohne kommerzielle Absichten verkauft, reichte den Herren nicht. Vielmehr wurde ein weiterer Vertreter des Ordnungsamtes und sogar der Leiter des Ordnungsamtes hinzugezogen. Hektisch wurde mit weiteren Entscheidungsträgern telefoniert.

Umgehend machten wir diese Behinderung der Partei und der Umweltaktivisten zum Thema am offenen Mikrofon und sichtlich unwohl verfolgten die „Ordnungshüter“, dass sie mit ihrer Alarmbereitschaft unseren Stand noch mehr zum Anziehungspunkt für die Menschen in der Fußgängerzone machten.

Wir wissen nicht ob dieses ungeheuerliche Vorgehen im Zusammenhang mit dem Besuch des Oberbürgermeisters und seinen Gästen in der Innenstadt stand, aber wir dürfen allen Beteiligten versichern:

Die neue Umweltbewegung lässt sich durch solche bürokratische Methoden nicht unterdrücken und die Strategiedebatte über den zukünftigen Weg im Umweltkampf schon gar nicht!

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