Solidarität mit Rolf Jüngermann

Solidaritätserklärung der MLPD: Lieber Rolf Jüngermann, wir protestieren entschieden gegen die Versuche des Staatsschutzes die Verantwortlichen der Homepage von www.gelsenkirchen-nazifrei.de zu kriminalisieren.

Es ist ein Skandal, dass ausgerechnet in Deutschland gängige Praxis ist, dass Aufmärsche und Veranstaltungen von Faschisten oder ultrareaktionärer Organisationen wie „Pro NRW“ vom Staat geschützt werden – und Antifaschisten kriminalisiert werden. Wir erklären uns mit euch solidarisch und werden in der Öffentlichkeit, unter unseren Kontakten und Freunden dieses unerhörte Vorgehen des Staatsapparates bekannt machen. Wir denken – wenn ein Antifaschist angegriffen wird – dann ist das ein Angriff auf alle Antifaschisten! Es ist unsere gemeinsame Sache, diesen Angriff vom Tisch zu bekommen. Lass uns auch bitte wissen, welche konkrete Unterstützung du brauchst.

Der Angriff zeigt, wie wichtig es ist, den Kampf für das Verbot aller faschistischen Parteien und Organisationen zu verstärken und dieses durchzusetzen, um den Faschisten Spielraum zu entziehen ihre braune Hetze zu verbreiten und den Antifaschisten den Rücken zu stärken.

Das Vorgehen des Staatsapparates in Gelsenkirchen ist das gleiche wie in Dresden oder Duisburg. Es ist auch Ausdruck einer Angst davor, dass sich der antifaschistische Widerstand entwickelt, verbreitert, die Massen und vor allem die Jugend erfasst und das kapitalistische System infrage stellt. Welche Kraft in den Massen und im antifaschistischen Widerstand steckt, dafür haben die Gelsenkirchener im Jahr 2006 ein deutliches Zeichen gesetzt. Wir sind zuversichtlich: Der breite antifaschistische Widerstand ist stärker als die Machenschaften des Staatsschutzes.

Wir wollen in den nächsten zwei Wochen eine intensive Mobilisierungsarbeit gegen die Brandstifter von Pro NRW durchführen. Der Jugendverband REBELL führt diese Woche am 19.03.2010 um 19:30 Uhr im Jugendzentrum Ché an der Rennbahn 2 eine antifaschistische Veranstaltung zum Thema „Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda! Gemeinsam gegen Völkerhetze und Spaltung, Solidarität ist unsere Haltung!“ durch. Dort referiert der Rechtsanwalt Frank Jasenski. Dazu möchten wir Dich und Euch gerne einladen.

Wir begrüßen es sehr, wenn sich die Reihen der Antifaschisten in Gelsenkirchen noch mehr schließen und es in Zukunft möglich wäre, eine breite antifaschistische Aktionseinheit aufzubauen, in der Marxisten-Leninisten nicht ausgegrenzt werden und Kommunisten, Sozialdemokraten, Christen und viele mehr Seite an Seite kämpfen im antifaschistischen Kampf, wie unsere Väter die Lehren gezogen haben aus der Niederlage der deutschen Arbeiterbewegung gegen den Hitlerfaschismus.

Herzliche Grüße,

Toni Lenz

(Kreisvorsitzender der MLPD Gelsenkirchen)

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