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Über 700 protestieren gegen Kongress von Pro NRW am Schloss Horst

Bereits am frühen Morgen versammelten sich Antifaschisten rund um das Schloss in Gelsenkirchen Horst, um ihren Protest auf die Straße zu tragen. Nicht nur dass die Stadtverwaltung trotz tausendfachem Protest den braunen Biedermännern den Veranstaltungsort genehmigte, auch das massive Polizeiaufgebot zum Schutz der ultrareaktionären Scharfmacher empörte die Menschen.
Immer wieder wurde das Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda gefordert. Von 10 bis 13.00 Uhr nutzten dutzende Menschen das offene Mikrofon des Kommunalwahlbündnisses AUF Gelsenkirchen, das zusammen mit den Organisatoren von Gelsenzentrum die Kundgebung gestaltete.
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 offenes Mikro Neben zahlreichen Wortbeiträgen von Gewerkschaftern, Migranten und Vertretern von MLPD, COURAGE und der Linkspartei, war hervorstechend die Beteiligung von Jugendlichen und Kindern aus dem Stadtteil. Vom Gelsenzentrum wurden die Namen von 149 Menschen verlesen, die in Deutschland in den vergangenen 15 Jahren von Faschisten ermordet wurden.
Die Gesamtschule Horst entsandte eine ganze Delegation und erklärte, dass ihre Schule couragiert gegen Pro NRW eintritt wurde. Schüler und Lehrer ließen es sich nicht nehmen ihren Protest gegen Pro NRW zum Ausdruck zu bringen.
Der Jugendverband REBELL und seine Kinderorganisation die Rotfüchse waren vielfältig aktiv und vertrieben hunderte antifaschistischer Aufkleber.
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 Rotfuchs Aktion Sie berichteten  von aggressiven Morddrohungen faschistischer Banden gegen Rotfüchse in Karlsruhe und organisierten eine Unterschriften-Aktion dagegen.
Vom kommunalen Bündnis „Linke Alternative“ wurden antifaschistische Lieder und türkische Musik gebracht.
Auch Vertreter der Gewerkschaften IG Metall, der IGBCE und des DGB protestierten gegen pro NRW.

Jugendliche von den Falken, Jusos und den Grünen machten vor dem Schloss eine  Sitzblockade, die von dem massiven Polizeiaufgebot nach einer Dreiviertelstunde aufgelöst wurde. Wir solidarisierten uns mit den Blockierern und protestierten gegen ihre Kriminalisierung durch die Polizei.  B4
 Demo klein In einer Demonstration ging es dann um 13.00 Uhr durch den Stadtteil und die Einkaufstraße des Stadtteils Horst. Hier trafen die etwa 250 Teilnehmer auf freundliche Zustimmung zum Protest und zahlreiche Menschen schlossen sich spontan dem Demonstrationszug an.
Jugendliche aus Marokko und Migranten aus aller Welt führten den Demonstrationszug an und machten deutlich: Gelsenkirchen lässt den Nazis keine Chance und die internationale Solidarität ist uns ein Herzensanliegen.

Im Anschluss zogen mehrere Redner ein Resümee. U.a. sagte Stefan Engel als Sprecher für die MLPD, dass der Spielraum  für Faschisten  nicht ohne Grund von den Herrschenden erweitert und geschützt wird. Angesicht der größten Weltwirtschaftskrise des Kapitalismus ist den Herrschenden klar, dass ihre Dämpfungsmaßnahmen bald an Wirkung verlieren werden und die Massen verstärkt nach Orientierung suchen. Daher werden ultrarechte Demagogen und Spalter wie von Pro NRW aufgebaut. Wir dürfen den Faschisten keinen Fußbreit lassen!
Ingrid Remmers von der Linkspartei (MdB) berichtete von dem ermutigenden Beispiel des antifaschistischen Massenprotests in Dresden.
Der gesamte Tag war ein gutes Beispiel dafür, dass die antifaschistische Grundhaltung der Menschen im Ruhrgebiet tief verwurzelt ist. Über 30 verkaufte  Broschüren der MLPD „Alle faschistischen Organisationen verbieten!“ sind ein Beleg für ein waches Interesse an Aufklärung und grundsätzlicher Klarheit.
Der REBELL gewann neue Kontakte unter Kindern und Jugendlichen. Es gelang, die Einheit der Antifaschisten in Gelsenkirchen in der Praxis zu stärken.
 Courage Tafel

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