Die Massen werden sich niemals mit der Barbarei des Kapitalismus abfinden - 1.Mai in Gelsenkirchen

Bir Mayiz – 1. Mai, mit diesem türkisch-deutschen Lied begann lebendig und in Aufbruchstimmung die Maiveranstaltung der MLPD in Gelsenkirchen. Gut 200 Frauen, Männer und Kinder feierten gemeinsam den internationalen Kampftag der Arbeiterklasse mit ebenfalls internationaler Zusammensetzung. Für Arbeit – Frieden – echten Sozialismus, die Suche nach einer gesellschaftlichen Alternative und die Zuversicht in unsere gemeinsamen Kraft prägten den Abend und sorgten für beste Stimmung bei Groß und Klein.
Die Massen werden sich niemals mit der Barbarei des Kapitalismus abfinden - 1.Mai in Gelsenkirchen

Der Kreisvorsitzende Toni Lenz hielt eine begeisternde Ansprache zum 1.Mai

Eine klare Absage war dieser 1. Mai an die Botschaft von Regierung und Konzernen, mit der Krise könne man irgendwie leben – die Herrschenden schon, die Massen nicht! „Wer die Krisen abschaffen will, muss den Kapitalismus abschaffen. Die MLPD hat die Lehren aus dem Verrat am Sozialismus gezogen und eine Partei neuen Typs aufgebaut, daran mitzuarbeiten dabei ist jeder herzlich willkommen und ist der 1. Mai heute eine gute Gelegenheit“, ermutigte Toni Lenz, Kreisvorsitzender, in seiner Maiansprache. Er bekam begeisterten Applaus für seinen Gruß an die griechischen Arbeiter/innen, Hausfrauen, Rentner, Jugendlichen … „Kalos orisate sti protomaja – einen herzlichen Gruß zum 1. Mai“, den er auf griechisch brachte, und es schallte laut „ochi ochi ochi“ durch den Saal des Arbeiterbildungzentrums – drei mal NEIN zum EU-Diktat und Ermutigung, weiter dagegen zu kämpfen.

Veranstaltung 2010Auch hier stellen wir uns auf den Kampf gegen Regierung und Finanzkapital weiter ein und auf den bereits begonnen Kurs der Verschärfung. „Das Volk schuldet keinem was, es wird keinem was zahlen“, nehmen wir uns das griechische Volk zum Vorbild. „2,8 Mrd. Euro Gewinn machte die Deutsche Bank im ersten Quartal 2010 Gewinn“, so Toni Lenz. Die Gelsenkirchener haben gut in Erinnerung, dass auch sie durch Tochter-Unternehemen an der Kaputtsanierung des Rathauses gut verdient hat, eine Millionen- Zahlung für den „ entgangenen Gewinn“ kassiert hat. Über den Sozialismus, wo diejenigen das Sagen haben, die die Werte herstellen, belebte sich an diesem Tag die Auseinandersetzung.

Gefeiert wurde auch wenn Schalke verloren hat – dazu brachte eine bunt gemischte Kulturgruppe ein ansprechendes Programm mit Liedern. Eines davon, die Bergarbeiterhymne, ist auch ein Gruß an die rund 2000 Bergleute unserer Stadt und Unterstützung in ihrem Kampf gegen die Zeichenschließungen und für vollwertige Ersatzarbeitsplätze. 280 Euro erbrachte die Spendensammlung für die MLPD.

Viel Beifall bekamen die Rotfüchse und REBELLEN, die von ihren Aktivitäten am Morgen berichteten. 150 Nelken verkaufen sie und machten 72 Euro Gewinn, das sie zum Teil für das Sommercamp einsetzen. Sie unterstützen auch aus ganzem Herzen den Aufbau eines Volksbildungszentrums „Ngenyi“ im Kongo, von dem sie mit Bildern lebhaft berichteten.

Der REBELL zeigte in einem Theaterstück, wie es für Jugendliche auf dem Arbeitsmarkt oft zugeht – wie auf dem „Sklavenmarkt“. „Kaufen Sie sich diese Leiharbeiterin, sie brauchen ihr auch nur einen klitzekleinen Hungerlohn zahlen“, mit diesen Methoden der „Arbeitsvermittlerin“ rechneten die REBELLEN am Schluss ab – und jagten die Ausbeuter in die Flucht.

Ein Gedicht von Mena, Gründerin einer afghanischen Frauenorganisation, bewegte die Zuhörer sehr. „Iich bin die erwachte Frau, ich habe mich erhoben, ich werde nie zurückgehen“. Diese Worte entstanden aus vielen Gedanken, Schmerzen, aus der Hoffnung, Worte vom Mut, vom Hass auf die Unterdrücker, die eine große gewachsene Entschlossenheit und Stärke ausdrückten.

Bewegt ging der Abend weiter mit Livemusik der Rockgruppe „Infrarot“, die viele auf die Tanzfläche lockte. Und schon Lust gemacht hat – auf weitere Zusammenarbeit, auf die nächste Feier ...

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