Kämpferisch, lebendig, vielfältig – 1. Mai in Gelsenkirchen mit Sonne im Gesicht und Wind in den Segeln für den Kampf für die Zukunft

1500 Teilnehmer beteiligten sich in Gelsenkirchen an der Demonstration, auf dem Kundgebungsplatz kamen 3000 Menschen zusammen. Christen und Sozialisten begingen den 1. Mai ohne Vorbehalte und Ausgrenzungen, wie es mit einer Auftaktkundgebung der kämpferischen Opposition, einem ökumenischen Gottesdienst und der Bergmannskapelle lebendige und anziehend zum Ausdruck kam. Arbeiter und ihre Familien, Gewerkschafter, Sozialdemokraten, Marxisten, Frauenverband Courage, Montagsdemonstranten, kämpferische Kommunalpolitiker von AUF marschierten gemeinsam am 1. Mai.
Die Nelken für's Knopfloch kaufte man – natürlich bei den Rotfüchsen, rund 150 Stück wechselten den Besitzer und stärkten die Kasse.
Die Perpektive des echten Sozialmus, dafür stand die MLPD und stieß auf Interesse und Offenheit bei vielen, die sich für die Literatur interessierten oder sich am Stand der MLPD auf dem Kundgebungsplatz informierten und stärkten.
Nelken
Rotfüchse
Die Kritik am Kapitalismus war fester Bestandteil in vielen Beiträgen. Dieter Heisig, Sozialpfarrer, über harrsche Kritik an der unsozialen Politik, die Millionen Menschen arbeitslos macht, ins Elend bringt, und wandte sich entschieden gegen die Hetze gegen die Menschen in Griechenland. „Nicht sie, sondern die Banker und Abzocker haben diese Krise zu verantworten und zu bezahlen.“
Zahnlos und flach waren dagegen die Reden auf der Tribüne – kein Arbeiter aus den Betrieben kam zu Wort! Josef Hülsdünker und Oberbürgermeister Baranowski tuteten einmütig in das Wahlkampfhorn für die SPD, die Riege der SPD-Landtagskandidaten war aufgefahren, was vielen Demonstrationsteilnehmern übel aufstieß. Auch der Reder von Verdi, Schreiber, orientierte vor allem auf die Abwahl von Schwarz-Gelb. Viel Beifall gab es für die Forderung nach Abschaffung der Rente mit 67 – nur haben eben längst nicht alle vergessen, dass wir sie der SPD zu verdanken haben, die den Geist selbst rief, den sie nun angeblich loswerden will. 1.Mai Platz
Rebell

Die kämpferische Auftaktkundgebung ist in Gelsenkirchen bekannte Tradition und lockt viele Zuhörer an. Die Interessen der Jugend sind vielen besonders wichtig, die Jugendlichen vom Rebell bekamen Zustimmung, als sie klar sagten: „Der Rebell fordert die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich auf Kosten der Profite, eine 10 %ige Ausbildung in der Großindustrie. Im Kapitalismus kann so die Arbeitslosigkeit gemindert werden. Aber im Kapitalismus wird es immer Arbeitslosigkeit und Krieg geben. Daher kämpfen wir für den echten Sozialismus.“

Und Marie Bauer, Jugendvertreterin bei BP, ergänzte: „BP macht Riesengewinne, wir brauchen kein Programm von der Krise in den Aufschwung, wie die Geschäftsleitung uns weismachen will, wir brauchen ein Programm für unsere Zukunft! wir brauchen die Übernahme nach der Ausbildung in den erlernten Beruf und die Entlastung der Älteren, Jung und Alt gemeinsam für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich.“

Jordanis Georgiou, Betriebsrat bei Thyssen Krupp in Mülheim, ist gebürtiger Grieche. Sein Herz schlägt mit der Stärke der internationalen Arbeiterbewegung im griechischen Takt. „Heute ist ein guter Auftakt für die Sammlung der Kräfte für den Generalstreik am 5. Mai, dafür gehen heute in Griechenland Millionen Menschen auf die Straße. Wir lassen uns auch hier in Deutschland als Arbeiter nicht gegen die griechischen Kollegen aufhetzen! Das Volk in Griechenland hat vieles erkämpft. Die Rente mit 65 wurde von der Regierung forciert, vom Volk bekämpft und verhindert! Eure Salatbrühe, die ihr uns einbrockt, schmeckt uns nicht, esst sie selber!Ochi, dreimal nein, zu den Plänen der Regierung in der Weltwirtschaftskrise“. Grieche
Courage Manuela Bastin vom Frauenverband Courage demonstriert heute am 1. Mai gemeinsam mit vielen anderen und geht dabei mit jedem. „Immer noch verdienen Frauen im Schnitt 20 % weniger, weltweit teilen wir mit Frauen unsere Probleme – und unseren Kampf. Wir machen heute mit vielen Frauen Schritte hin zur internationalen Basiskonferenz der Frauen in Venezuela 2011 und wollen dafür neue Frauen gewinnen.“

 

 

 


 

 



Artikelaktionen