1000 Schiffe nach Gaza!

100 Menschen protestierten am 26. Juni in Gelsenkirchen gegen den brutalen Überfall der israelischen Armee auf die Schiffe mit Hilfsgütern für Gaza

Einen sofortigen Stopp der Blockade des Gazastreifens forderten die Teilnehmer der Solidaritäts-Kundgebung und –demonstration am vergangenen Samstag in Gelsenkirchen. Aufs schärfste wurde der brutale militärische Überfall auf die Schiffe verurteilt, die dringend benötigte Hilfsgüter in den Gaza-Streifen bringen wollten, in dem 1,3 Millionen Menschen – darunter über 50% Kinder und Jugendliche – aufgrund der Blockade-Politik der israelischen Regierung elend dahinvegetieren müssen.
Mehrere Kundgebungsredner betonten die besondere Verantwortung der Menschen in Deutschland, die Lehren aus unserer eigenen Geschichte so zu ziehen, dass wir gegen jede Art von Rassismus und Völkermord aufstehen müssen. In diesem Sinne ist heute die Solidarität mit dem palästinensischen Volk und seinem berechtigten Kampf um Freiheit notwendig. 


Christiane Link von der MLPD sagte: „Es ist das völkerrechtlich geschützte Recht des palästinensischen Volkes, sich gegen die Blockade und den Völkermord zur Wehr zu setzen. Ihm gehört unsere volle Solidarität! Die MLPD tritt uneingeschränkt für das Selbstbestimmungsrecht der Völker ein. Das schließt auch das Recht auf einen palästinensischen Staat mit ein. Von der Bundesregierung und den Medien wird jede Kritik am israelischen Staat mit der antisemitischen Keule geschlagen. Wir kritisieren hier den israelischen Staat und das Militär und nicht das israelische Volk. Selbst in Israel gibt es einen wachsenden Widerstand und eine Friedensbewegung, die von Arabern und Israelis gemeinsam getragen wird“
Auch Willi Mast von AUF Gelsenkirchen verwahrte sich gegen alle Versuche, die Völkerrechtsverletzungen des Staates Israel zu decken und jeden Widerstand d.agegen zu diffamieren wie jüngst der Pfarrer einer Kirchengemeinde in Gelsenkirchen, der der Abgeordneten der Linken, Sevim Dagdelen, Hausverbot in seiner Kirche erteilte, weil sie gewagt hatte, im Bundestag ausdrücklich nicht für die Aggressionspolitik der israelischen Regierung zu applaudieren!
Die Demonstration durch die belebte Fußgängerzone fand große Aufmerksamkeit und einige Menschen schlossen sich spontan der Demonstration und Abschusskundgebung an, bei der junge Musiker ihren Protest mit Liedern und engagierten Texten zum Ausdruck brachten.
Stimmen einzelner Kundgebungsteilnehmer.
„Es geht um Menschen und um humanitäre Hilfe. Ich bin selbst Mutter und kann nicht mit ansehen, wie dort im Gaza die Kinder behandelt werden. Ich komme aus Syrien, das ist ein Nachbarland.“
„Die Politik Israels ist unmenschlich – mein Herz schlägt für die Palästinenser.“
„Die israelische Regierung macht, was sie will – ich habe im Urlaub Juden aus Israel kennen gelernt, sie sagen, unsere Regierung fragt nicht danach, was wir wollen. Wir kritisieren diese Politik. Meiner Meinung nach muss ein Kompromiss gefunden werden. Zuviele Menschen sind schon gestorben. Die Medien hier berichten nicht objektiv.“
Freundin eines Band-Mitglieds: „Ich bin mit den Musikern hierher gekommen und unterstütze voll und ganz den Protest. Die Menschen in der Region würden bestimmt friedlich zusammenleben, wenn die Politiker sie lassen würden“.
Ein Opel-Arbeiter: „Die Blockade der schwedischen Hafenarbeiter gegen israelische Handelsschiffe ist ein richtiger Weg.“
Eine „Gast-Gelsenkirchnerin“: „Ich habe auch Aktionen in anderen Städten erlebt – hier gefällt mir, dass der Protest auch mit Kultur verbunden wird.“
Zwei muslimische Mädchen: „Ich bin froh, dass auch in Deutschland Menschen gegen diese ungerechte Blockade protestieren, das gibt mir das Gefühl, wir sind nicht alleine. Es ist ganz wichtig, dass sofort diese Blockade aufgehoben wird.“
Jugendliche Mitglieder eines Moschee-Vereins: „Das ist eine sehr gute Aktion hier und ich hoffe, dass sich diese Aktionen vermehren und die Menschen bewusster werden. Man kann es nicht den Regierungen überlassen, die setzen sich nur für die Interessen der Kapitalisten ein. Die Menschen dagegen denken mit Herz, sie verstehen, dass Frieden erfordert, den Glauben und die Kultur anderer zu respektieren. Wir müssen selber Frieden schaffen, nicht den Regierungen vertrauen.“

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