"Ein gutes Projekt für die Zukunft!" - Noch eine Woche bis zum Internationalen Kulturfest in Berlin

In einer Woche ist es so weit: Bühne frei für das Internationale Kulturfest in der Max-Schmeling-Halle in Berlin! Am 7. Oktober erschien dazu eine Presseerklärung der Gemeinsamen Vorbereitungsgruppe, unterzeichnet von Hayri Imak (Pressesprecher von Yek-Kom), Süleyman Gürcan (Vorsitzender der ATIF), Jörg Weidemann (Pressesprecher der MLPD) und D. Gürsel (BIR-KAR).

"Ein außergewöhnliches Kulturfest", heißt es da und weiter: "Es ist sicherlich nicht alltäglich, wenn inzwischen 37 demokratische und fortschrittliche Initiativen, internationale revolutionäre Parteien und Organisationen, Bündnisse und Bewegungen sowie Migrantenorganisationen in Europa zu einem gemeinsamen Kulturfest einladen ...

Das ist ein praktisches Gegenprogramm zur rassistischen Hetze à la Thilo Sarrazin. Das Internationale Kulturfest ist eine Initiative der gleichberechtigten Zusammenarbeit. Es entspricht einem wachsenden Bedürfnis, über Ländergrenzen hinweg gemeinsam zu handeln, zu kämpfen, Erfahrungen auszutauschen, die Kräfte gegen die Herrschenden zu bündeln – und nicht zuletzt gemeinsame Kultur und Feste zu pflegen.

Es besteht dort besonders die Möglichkeit, das ICOR-Projekt kennenzulernen. Fast 70 revolutionäre Parteien und Organisationen rund um die Welt beteiligen sich derzeit an der Schaffung einer internationalen Organisation zur Koordinierung ihrer praktischen Tätigkeit (ICOR). Sie sind der Meinung, dass die Zeit reif ist, eine neue Stufe der länderübergreifenden Koordination und Kooperation zu entwickeln. Wir freuen uns, ein vielseitiges Kultur-Programm anbieten zu können.

Dazu gehören unter anderem 'Grup Haykiris' - Folklore aus der Türkei/Kurdistan und Arbeiterlieder, 'HORSTsTheaterMASCHin' mit Liedern aus dem Arbeiteraufstand 1920 im Ruhrgebiet, Kostas Papanastasiou singt Lieder von Mikis Theodorakis, 'Alfonon AL Shabia Group' (Berlin) - arabisch-palästinensische Jugend- und Kindertanzgruppe, 'Die Bandbreite' (Duisburg) - Polit-Pop-Gruppe, Musik und Tanz von den Philippinen, Gedichte von Pablo Neruda, Nazim Hikmet und Bertolt Brecht, Capoeira Angola (Berlin) - brasilianischer Kampftanz, Muharrem - kurdischer RAP, Ozan Hikmet - Volkssänger ..."

Im Gespräch mit "rf-news" betont Süleyman Gürcan, Vorsitzender der ATIF ("Föderation der Arbeiter aus der Türkei in Deutschland"): "Da wird internationale Solidarität praktiziert, das ist eine sehr gute Aktion. Seit langer Zeit haben einzelne Organisationen politisch zusammengearbeitet, dieses Mal sie es erstmals so viele. Das ist ein gutes Projekt für die Zukunft. Wir machen aktiv mit, finden es sehr wichtig für unsere Arbeit und werden deutschlandweit unsere Freunde einladen. Unsere Musikgruppe Haykiris aus Koblenz wird dabei sein, sie ist unter fortschrittlichen, demokratischen Jugendlichen sehr bekannt. Sie werden auch Leute mitbringen und für das Fest werben."

Viele freuen sich auch auf die Hip-Hopper von "Die Bandbreite" aus dem Ruhrgebiet! Florian Schneider von der Gruppe meint: "Durch Musik kann man es schaffen, die Leute zu erreichen. Wir sind eine ehrliche, politisch orientierte Band, die die Verschwörung und Verschleierung in dieser Gesellschaft aufdecken möchte. Wir versuchen das mit deutschem Hip-Hop mit Niveau zu vermitteln." Auch eine philippinische Kulturgruppe wird erwartet: "Das Fest praktiziert internationale Solidarität, die Gruppe will das zusammen mit anderen feiern, andere Leute und Organisationen treffen. Ich wünsche dem Fest einen großen Erfolg", so eine Freundin von den Philippinen.

Jörg Weidemann, Pressesprecher der MLPD, hat hohe Erwartungen: "Ich erwarte mir ein beeindruckendes Erlebnis einer revolutionären und fortschrittlichen Kultur, aber auch eine Kultur der Revolution und des Fortschritts. Das ist der praktische Beweis, dass man über Ländergrenzen hinweg gemeinsam den Kampf für eine bessere Zukunft führen kann. Wir verstehen darunter den echten Sozialismus."

Auf nach Berlin also - morgens zur großen Herbstdemonstration der bundesweiten Montagsdemo-Bewegung - ab15 Uhr ist dann Einlass in der Max-Schmeling-Halle, ab 16 Uhr werden schon etliche Künstler vor der Halle auftreten, das Bühnenprogramm beginnt um 17 Uhr. Preise und alle Infos: www.internationales-kulturfest.de

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