Über 3.000 bei Mai-Kundgebung

An der Maikundgebung des DGB beteiligten sich über 3.000 in diesem Jahr. Die kämpferische Opposition machte um 9.30 Uhr den Auftakt mit einer Kundgebung vor dem Musiktheater mit 200 Teilnehmern.

 

Am offenen Mikrofon sprachen Vertreter von der Montagsdemonstration, vom Solikreis Mutige Marie, Stefan Engel, der Hauptkoordinator von ICOR, von Courage, von MLPD, vom REBELL, vom Bezirksfrauenrat ver.di und ein griechischer Arbeiter. Nach dem gemeinsamen Singen der „Internationale“ wurde das Mikrofon an die beiden Pastoren übergeben zu einem gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst zusammen mit christlichen Sozialverbänden, KAB (Katholischer Arbeiterbund) und dem Industrie und Sozialpfarramt. Danach zogen 1.200 in einem Demonstrationszug, angeführt von der Bergwerkskapelle, zum Kundgebungsplatz auf den Neumarkt.

Kollegen von TRW Gelsenkirchen (Autozulieferer) fassten deutlich ihre Meinung zu Detlev Wetzel, 2. Vorsitzender der IG.Metall und Hauptredner, zusammen:

„ Die SPD war doch an all diesen Gesetzen (Hartz IV, Leiharbeit usw.) beteiligt. Was macht denn jetzt die IG-Metall? Diese Rede hätte man so auch schon im letzten Jahr halten können.“ dann fragten sie: „in welcher Partei ist der (Wetzel) denn?“ „in der SPD“. Darauf die Kollegen:“das haben wir uns gleich gedacht. Wenn er jetzt am Schluss vorgeschlagen hätte, Morgen alles dicht zu machen, dann könnte man all die Vorschläge durchsetzen.“ Das ist ihre Meinung zu der Forderung von Wetzel nach einem Regierungswechsel!

Am Freitag erhielt die MLPD Gelsenkirchen noch einen Anruf vom DGB mit der offiziellen Genehmigung des Standes bei der Kundgebung. Ein bisher einmaliger Vorgang. Die Politik der relativen Isolierung ist so nicht mehr zu halten!

 

Glück Auf!

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